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Landesliga

Allzweckwaffe glänzt als Torschütze

Verteidiger, Mittelfeldspieler, Stürmer – Alexander Sprigade hat für den FV Löchgau in zwei Spielen bereits auf allen möglichen Positionen gespielt und zuletzt gleich dreifach getroffen. Heute Abend trifft er mit dem FVL im Topspiel der Fußball-Landesliga auf den Mitfavoriten SV Breuningsweiler.

Löchgaus Alexander Sprigade beweist sein Können – egal auf welcher Position. Foto: Baumann
Löchgaus Alexander Sprigade beweist sein Können – egal auf welcher Position. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Im Topspiel der Englischen Woche der Fußball-Landesliga erwartet Spitzenreiter FV Löchgau am Abend den Mitfavoriten SV Breuningsweiler. Den zweiten Heimsieg peilen der SV Kornwestheim (gegen Öhringen) und Germania Bietigheim (gegen Schornbach) an. Der TV Pflugfelden fährt zum SV Leonberg-Eltingen.

Um 19.30 Uhr wird die Partie in Löchgau angepfiffen und der FVL begegnet dem hoch gewetteten Kontrahenten mit breiter Brust. „Die Teamchemie passt einfach“, findet etwa Alexander Sprigade, zuletzt in Öhringen dreifacher Löchgauer Torschütze. Der starke Auftritt bei der knappen Pokalniederlage gegen den SGV Freiberg habe „noch einmal einen Push gegeben“, glaubt er und urteilt: „Derzeit greift ein Rädchen ins andere“. Sein Trainer Thomas Herbst fügt an: „Und das, obwohl wir stets umbauen müssen.“ Bestes Beispiel ist Sprigade selbst, der in 180 Saisonminuten schon drei Positionen bekleidete: „Zum Auftakt als Stürmer, in Öhringen begann er dann als linker Verteidiger und war später Achter“, erzählt Herbst.

Gegen die als enorm abgezockt geltende Elf aus Breuningsweiler könnte heute Eugenio Del Genio (kam vom VfB Neckarrems) erstmals zum Faktor werden. Der Routinier mit dem feinen Füßchen ist nach seiner Zehenverletzung nun ein Startelfkandidat.

Eine schöne Überraschung fand der Kornwestheimer Trainer Sascha Becker am Montag in seinem Postfach: „Der WFV schrieb, dass ich nach meiner Gelb-Roten Karte am Sonntag in Kaisersbach gar nicht automatisch fürs nächste Spiel gesperrt bin“, freut sich Becker, der stattdessen bis zum 24. August eine Stellungnahme abgeben muss. Heute gegen die TSG Öhringen (19 Uhr) sitzt er also auf der SVK-Bank. Quasi eine glückliche Fügung, denn sein spielender Co-Trainer Dominik Janzer, gegen Kaisersbach doppelt erfolgreich, weilt im Kurzurlaub.

Mit einem weinenden Auge blickt man dagegen in Pflugfelden auf das vergangene Wochenende zurück. „Ärgerlich! Die Mannschaft hatte so sehr überzeugt, dass trotz des Unwetters kein Zuschauer gegangen ist“, grantelt Otto Rossbacher, der Sportliche Leiter des TV Pflugfelden, wenn er an den gewitterbedingten Spielabbruch bei 3:0-Führung am Sonntag denkt, und sieht „wenig Chancen“, dass für den TVP dabei etwas Zählbares herausspringt. Immerhin hat er aber den Humor nicht verloren: „Der Schiedsrichter maß geschätzt zwei Meter und war damit der Größte auf dem Platz. Da ist er bei Blitzschlag natürlich auch am meisten gefährdet“, schmunzelt Rossbacher.

Beim SV Leonberg-Eltingen (19 Uhr) gilt es heute ans zuletzt Gezeigte anzuknüpfen. Dort habe man sich zwar meist schwergetan, doch Hoffnung mache, „dass gegen Allmersbach das Zusammenspiel von Jung und Alt in unserem Angriff funktioniert hat“, findet Rossbacher.

Komplettiert wird der Spieltag aus Kreissicht mit der Partie zwischen Germania Bietigheim und dem TSV Schornbach (19.30 Uhr). „Auf unserem Kunstrasen wieder die Kurve bekommen“, lautet der Plan von Germania-Coach Andreas Eschenbach nach fadem Auftritt in Obersontheim.

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