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Fußball

Bissingen als Pokalschreck bekannt

Am heutigen Mittwoch kämpfen die beiden verbliebenen Kreisteams um den Einzug in das WFV-Pokal-Achtelfinale. Während Oberligist FSV 08 Bissingen dem Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach ein Bein stellen möchte, will der Ligarivale SGV Freiberg beim Landesligisten N.A.F.I. Stuttgart seiner Favoritenrolle gerecht werden.

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Hand in Hand: Sonnenhof-Coach Sascha Hildmann mit Sonnenhof-Hotelier Uli Ferber (r.).Foto: bm

Bietigheim-Bissingen/Freiberg. Um 18 Uhr erwarten die Nullachter am heimischen Bruchwald den WFV-Pokalsieger des Jahres 2009. Die Fans dürfen sich auf einen spannenden Pokalkracher freuen. „Eine kleine Chance für uns besteht, da muss aber schon viel zusammenlaufen und zudem müssen wir einen Sahnetag erwischen. Wir werden alles in unserer Macht hineinwerfen und wollen eine Runde weiterkommen“, erklärte Bissingens Co-Trainer Alfonso Garcia.

Bereits in den beiden vergangenen Spielzeiten sorgte sein Team im Pokal gegen Drittligisten für Furore. 2016 zog der FSV durch ein 2:1-Erfolg nach Verlängerung gegen die Stuttgarter Kickers in das Endspiel ein und in der vergangenen Runde blamierte der Pokalschreck den VfR Aalen im Achtelfinale mit 5:3.

Seit mittlerweile drei Jahren kickt der Dorfverein aus Großaspach, der Heimat von Schlagersängerin Andrea Berg und deren Ehemann Uli Ferber, in der dritthöchsten Spielklasse. Der Hotelier und Spielerberater Ferber ist Mitglied des Aufsichtsrats des Vereins. Mit zwei Siegen, drei Unentschieden und nur einer Niederlage, die mit 0:5 beim Spitzenreiter SC Paderborn aber sehr deutlich ausfiel, belegt die SG einen soliden Mittelfeldplatz.

Momentan hapert es bei den Gästen mit dem Toreschießen. In den letzten drei Punktspielen konnte Cheftrainer Sascha Hildmann, der im Sommer das Kommando von Oliver Zapel übernommen hat, keinen Treffer seines Teams bejubeln. Auch in der zweiten Runde des WFV-Pokals gelang Großaspach gegen den Verbandsligisten FSV Hollenbach kein Tor. Erst im Elfmeterschießen behielt der Drittligist mit 10:9 glücklich die Oberhand.

Mit dem Elfmeterschießen haben auch die Bissinger bei ihrem 5:3-Erfolg gegen den Ligarivalen Neckarsulmer Sport-Union ihre positiven Erfahrungen gemacht. Großaspach hat die Bissinger beobachtet. „Das ist eine sehr gute Mannschaft und wir wissen, dass es ein echter Pokalfight werden wird“, sagte SGS-Coach Sascha Hildmann.

Vor dem Pokalduell plagen die Bissinger große Personalsorgen. Mit Marius Kunde (gesperrt), Patrick Milchraum (Muskelfaserriss), Manuel Sanchez (Muskelbündelriss), Michael Deutsche (Kreuzbandriss) und Riccardo Gorgoglione fehlen gleich fünf Spieler. Dafür rücken der zuletzt verhinderte Tim Reich und Mario Teutsch aus der zweiten Mannschaft in den Kader.

Eine halbe Stunde später, um 18.30 Uhr, sind die Freiberger beim Landesligaaufsteiger N.A.F.I. Stuttgart auf der Bezirkssportanlage Schlotwiese im Stuttgarter Stadtteil Zuffenhausen zu Gast. Der von Spielertrainer Damir Bosnjak trainierte Gegner qualifizierte sich durch einen überraschenden 4:2-Sieg gegen den Verbandsligisten Calcio Leinfelden-Echterdingen für die dritte Runde.

Schadlos hielt sich auch der SGV Freiberg im bisherigen Wettbewerb. Sowohl gegen den Titelverteidiger Sportfreunde Dorfmerkingen (3:0) als auch gegen den Landesliga-Spitzenreiter TSV Weilheim (1:0) blieb die Truppe von Ramon Gehrmann ohne Gegentreffer.

„Das wird eine ganz unangenehme Aufgabe für uns. Sie haben einige Spieler in ihren Reihen die schon höherklassig gespielt haben“, berichtet Gehrmann. So bringt der 34-jährige Denis Berger die Erfahrung von 42 Drittligaspielen für Großaspach mit. N.A.F.I. ist abgeleitet vom Vornamen des Hauptsponsors Nafis Bakirci , steht allerdings für „Neuer Amateur Fußballverein International“ im Vereinsregister. Der Stamm des Teams kommt vom Futsal und war 2014 sogar Deutscher Meister. Mit drei Aufstiegen innerhalb von fünf Jahren schaffte der Club den Sprung von der Kreisliga B bis in die Landesliga.

Der Start in die neue Liga ist mit zwei Niederlagen missglückt. Bei beiden Spielen waren Konditionsprobleme offensichtlich. So verspielte N.A.F.I. bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach (2:3) in der Schlussphase eine 2:0-Führung.