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Fußball-Bezirksliga
Croatia Bietigheim über Sperre ihres Spielers verwundert

Croatias Josip Ivandic (rechts), hier im Duell gegen Bissingens Nico Antoni.Foto: Baumann
Croatias Josip Ivandic (rechts), hier im Duell gegen Bissingens Nico Antoni.Foto: Baumann
In der Fußball-Bezirksliga bleibt der FV Löchgau II das Team der Stunde: Mit 3:1 besiegte man im Nachholspiel den TASV Hessigheim. Topfavorit Croatia Bietigheim kehrt nach Corona-Auszeit gegen den AKV Ludwigsburg ins Geschehen zurück. Einspruch gegen die 0:3-Wertung des abgebrochenen Spiels in Bissingen will man nicht einlegen.

Ludwigsburg. „Mit dieser Entscheidung sind wir im Reinen und werden keinen Protest einlegen“, erklärt Alen Lehecka, der Sportliche Leiter von Croatia. Dieser Konsequenz sei man sich schließlich bewusst gewesen, als man vor 14 Tagen im Topspiel bei der 08-Zweiten geschlossen vom Platz ging, nachdem man sich wiederholt vom Schiedsrichter benachteiligt fühlte.

Nachgedacht habe man jedoch, ob man gegen die vom Sportgericht ausgesprochene Strafe für Croatia-Abwehrspieler Josip Ivandic vorgeht. „Acht Spiele Sperre hat er nach seiner Roten Karte bekommen, weil der Schiedsrichter in seinem Bericht behauptet, er hätte ihm einen Faustschlag verpasst“, erzählt Lehecka, fügt aber an: „Eigentlich habe ich keine Kraft mehr, einen Einspruch zu formulieren. Man sitzt sowieso am kürzeren Hebel.“

Froh über sportlichen Fokus

Etwas verwunderlich mutet das Ganze schon an, denn von einem Faustschlag gegen den Unparteiischen war bislang noch nicht die Rede, auch nicht vom Gegner 08 Bissingen. Zudem wirkt dieses Strafmaß für einen tätlichen Angriff auf den Referee doch erstaunlich mild. „In seinem Bericht hatte der Schiedsrichter zunächst auch geschrieben, dass ein anderer unserer Spieler ihm nach dem Abpfiff vor die Füße gespuckt hätte. Mehrere Zeugen haben das aber entkräftet. Daraufhin hat der Schiedsrichter seinen Bericht korrigiert. Genau das ist für mich in dem Zusammenhang ziemlich aussagekräftig“, sagt Lehecka dazu nur und wirkt sehr froh, dass mit dem Heimspiel gegen den AKV Ludwigsburg nun wieder das Sportliche in den Vordergrund rückt. Ihm zufolge kann man wohl spielen. „Letzten Sonntagvormittag hatten wir plötzlich sieben Coronafälle in der Mannschaft, weshalb die Partie gegen Münchingen ausfiel. Inzwischen sind aber sechs der sieben Betroffenen symptomfrei und es kamen auch keine neuen Fälle dazu“, berichtet Lehecka.

Löchgau II die Mannschaft der Stunde

Zur heimlichen Mannschaft der Stunde hat sich derweil der FV Löchgau II entwickelt, der im neuen Jahr 13 von 15 möglichen Punkten einfuhr und sich vom Tabellenkeller ins gesicherte Mittelfeld vorgearbeitet hat. 3:1 hieß es nun gegen den TASV Hessigheim, wobei die FVL-Zweite schon nach einer guten halben Stunde klar mit 3:0 führte. Tim Morlok per Elfmeter, Kubilay Baki und Hannes Rieger hatten getroffen. Mirko Merkler verkürzte zwar später, doch Löchgaus Sieg geriet nicht mehr in Gefahr. „Bei uns kamen im letzten Sommer wieder viele junge Spieler dazu. Das musste sich erst finden. Daher entschieden wir uns im Winter, gar nichts zu ändern, sondern einfach weiterzuarbeiten“, erklärt Trainer Marco Grausam.

Zudem sieht er auch die Personallage im FVL-Landesligateam als Faktor: „In der Vorrunde gab es oben viele Verletzte. Da mussten wir immer wieder Spieler abgeben. Jetzt läuft es umgekehrt.“ Bestes Beispiel war die Partie am Mittwoch: „Da hatten wir Marijo Andric und Baki dabei. Der eine holte den Elfmeter zum 1:0 heraus, der andere schießt das 2:0. Das sind eben Spieler, die den Unterschied machen können“, urteilt Grausam. Am Sonntag kann man gegen den SV Gebersheim die positive Serie fortsetzen.

Zudem spielen: Drita Kosova Kornwestheim – TV Aldingen (heute 19.30 Uhr), TSV Benningen – MTV Ludwigsburg, Phönix Lomersheim – TSV Schwieberdingen, SKV Rutesheim II – TASV Hessigheim und FSV 08 Bissingen II – TSV Münchingen.