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Fußball-Verbandsliga

Derby ist auch ein Krisentreffen

Quasi im düstersten Winkel des Tabellenkellers der Fußball-Verbandsliga steigt am Samstag um 15.30 Uhr das Kreisderby, denn der Drittletzte VfB Neckarrems empfängt Schlusslicht TSV Heimerdingen.

Ex-Remser im Heimderdinger Trikot: Michele Ancona.Foto: Baumann
Ex-Remser im Heimderdinger Trikot: Michele Ancona. Foto: Baumann

Remseck/Heimerdingen. Zumindest den Humor hat VfB-Trainer Markus Koch vor dem morgigen Kellerduell der Fußball-Verbandsliga zwischen dem VfB Neckarrems und dem TSV Heimerdingen nicht verloren: „In Neckarrems sind wir auch in fußballerischer Hinsicht Krisengebiet“, schmunzelt er. Acht magere Pünktchen hat sein Team erst eingefahren und damit dennoch mehr als doppelt so viele wie der noch sieglose Konkurrent aus Heimerdingen, für den gar erst drei zu Buche stehen. „Beide haben in dieser Saison noch nicht viel gerissen und für beide kommt das auch nicht überraschend“, weiß Koch ganz genau, dass sich da morgen zwei Teams gegenüberstehen, für die der Klassenverbleib in der Endabrechnung schon das Höchste der Gefühle wäre.

Die Heimerdinger, in deren Startelf mit Gabriel Fota und Michele Ancona zwei frühere Remser stehen dürften, erwartet Koch eher tiefstehend. „Zuletzt haben sie stets mit Fünferkette gespielt“, erklärt er. Keineswegs unterschätzen dürfe man jedoch das Schlusslicht: „Sie haben einige, die die Lücken, die wir zuletzt leider hatten, nutzen könnten.

Zudem gilt es bei ihren Standards aufmerksam zu sein“, warnt Koch, der genau weiß: „Gegen solche Gegner darfst du nicht in Rückstand geraten.“

Trotz schlimmer Patzer zuletzt in Ehingen setzt der Coach weiter auf Keeper Luis Rodrigues und Sebastian Rief in der Abwehrzentrale. „Rodrigues ist selbstbewusst genug, um das wegzustecken, und Rief will einfach Verantwortung übernehmen“, macht sich Koch keine Sorgen. Deutlich besser sieht es zudem personell aus, denn der zuletzt schmerzlich vermisste Torjäger Sascha Häcker und der wieselflinke Viktor Ribeiro stehen wieder bereit.

„Eher ein Abtasten“, erwartet TSV-Coach Jens Härter. „Ich gehe nicht davon aus, dass uns Neckarrems vorne anlaufen wird“, sagt er und hat in dieser Woche ausführlich das Gespräch mit seinem Abwehrspieler Fota gesucht, der bekanntlich erst im Sommer vom VfB zum TSV wechselte. „Er hat mir einige Tipps gegeben“, berichtet Härter. Immer dünner wird jedoch seine Personaldecke in der Offensive, denn nun hat sich auch Robin Rampp mit einem Muskelfaserriss abgemeldet. „Unsere Verletzungsmisere reißt einfach nicht ab“, stöhnt der TSV-Trainer. Die Last des Offensivspiels liegt somit fast ausschließlich auf Michele Anconas Schultern.

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