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Fußball-Oberliga

Freiberg schießt sich aufs 7:0 ein

Ohne durchgängig zu glänzen schaffte der SGV Freiberg in der Fußball-Oberliga gegen den SV Linx ein 7:0 (1:0). Auch der FSV Bissingen kam beim 2:1 (0:1) beim SV Oberachern zu einem Favoritensieg.

Auftakt zum munteren Toreschießen: Torschütze Dominik Salz (links) trifft zum Freiberg 1:0, Marco Grüttner (rechts) jubelt mit. Foto: Baumann
Auftakt zum munteren Toreschießen: Torschütze Dominik Salz (links) trifft zum Freiberg 1:0, Marco Grüttner (rechts) jubelt mit. Foto: Baumann

Freiberg. Das Resultat könnte ein Fall für Statistiker werden: Gab es überhaupt schon einmal in der Fußball-Oberliga zwei 7:0-Erfolge in Folge? Der SGV hat es geschafft, er ließ dem Kantersieg in Göppingen ein weiters 7:0 folgen. „Das ist keine Selbstverständlichkeit“, ordnete SGV-Coach Evangelos Sbonias hinterher nicht ohne Stolz ein, „das beruht auf harter Arbeit und Fokussierung.“

Die Freiberger erwischten bei heftigen Windböen auf dem Wasen einen Traumstart: David Müller bediente Mario Salz in der Spitze, der schob frei vor dem Linxer Keeper nach zwei Minuten zum 1:0 ein. Der SGV blieb dran, Marco Grüttners Schuss wurde geblockt, Flamur Berisha jagte den Nachschuss nach einem Lattentreffer über das Tor. Wer nun jedoch einen Spitzenreiter erwartete, der den Gast überrennen sollte, wurde getäuscht: Der SGV konnte nicht das Tempo und die Aggressivität der vergangenen Wochen auf den Platz bringen. Die Dynamik eines Johnathan Zinram fehlte, der sich im Abschluss-Training am Oberschenkel verletzt hatte. Ideen und Passgenauigkeit fehlten, der Motor kam ins Stottern. Ein Umstand, der auch Sbonias nicht verborgen blieb: „Mit dieser Phase bis zur Halbzeit können wir nicht zufrieden sein, da hat jeder sein eigenes Ding gemacht.“

Anbrennen sollte jedoch nichts, dafür war Linx zu harmlos. Als der SVL-Angreifer Marc Rubio in der 12. Minute plötzlich freie Bahn zum Tor hatte, musste er mitten im Sprint verletzt abbrechen. Ein Kopfball von Lucas Lux hielt SGV-Torwart Sven Burkhardt sicher. Zum Ende der ersten Hälfte kamen die Sbonias-Schützlinge wieder in Tritt: Salz köpfte jedoch am Tor vorbei, ehe er den Keeper bereits überspielt hatte und nur das Außennetz traf. Auch Grüttner und Berisha verpassten eine höhere Pausenführung.

Der SGV-Coach ließ durchblicken, in der Kabine deutliche Worte gewählt zu haben. Mit Erfolg. Sein Team startete zielstrebig und wurde wieder sofort belohnt: Eine Flanke von Yannick Thermann segelte über Freund und Feind im Strafraum hinweg, ehe Grüttner am langen Pfosten abstaubte. Der Rest war Formsache. Burkhardt sprach danach von einem „ruhigen Nachmittag“: „In der zweiten Hälfte hat die Leistung gestimmt, jeder hat wieder seine Vorgaben erfüllt.“

Der Tabellenführer spielte nun seine Klasse aus: Grüttner schloss einen Konter zum 3:0 ab, Thermann staubte zum 4:0 ab. Sbonias konnte experimentieren und durfte noch einige Erkenntnisse mitnehmen: Der nachverpflichtete Österreicher Mario Ebenhofer benötigte nicht lange, um im Teamgefüge seinen Rhythmus zu finden – er führte sich gleich mit dem 5:0 ein. Mit Christian Mauerberger schaffte der nächste Kreativspieler eine Belastungsprobe nach seiner Verletzung. Die Tore von Patrick Fossi nach schönem Thermann-Rückpass und der abgefälschte Freistoß von Volkan Celiktas zum 7:0 waren da nur noch Formsache.

SGV: Burkhardt – Keklik, Celiktas, Hoffmann – Thermann (85. Özen), Ikpide, Berisha (55. Mauersberger), Müller (78. Fossi), Alimler – Salz (69. Ebenhofer), Grüttner. – Tore: 1:0 Salz (2.), 2:0 Grüttner (48.), 3:0 Grüttner (63.), 4:0 Thermann (67.), 5:0 Ebenhofer (76.), 6:0 Fossi (82.), 7:0 Celiktas (87.). – Schiedsrichter: Mika Forster. – Zuschauer: 200.

Der FSV 08 Bissingen hatte beim Schlusslicht in Oberachern Mühe: Marvin Ludwig brachte die Bissinger mit dem Pausenpfiff in Rückstand. 08-Neuzugang Filimon Gerezgiher schaffte jedoch den Ausgleich, ehe Yannick Toth in der Schlussphase doch noch den 2:1-Siegtreffer besorgte. Beide Bissinger Tore bereitete Konstantinos Markopoulos vor.

FSV 08 Bissingen: Bortel – Hellmann (46. Heile), Götz (46. Mamic), Ngo, Engler (46. Williams), Mahler, Latifovic, Toth, Markopoulos, Kunde, Gerezgiher (81. Gorgoglione).

Tore: 1:0 Ludwig (45.), 1:1 Gerezgiher (67.), 2:1 Toth (82.). – Zuschauer: 200.

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