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Fußball-Oberliga

Freiberg will durchs Feuer gehen

In der Fußball-Oberliga haben die in der Formkrise steckenden Kreisteams am heutigen Samstag (14 Uhr) die Spitzenteams der Liga zu Gast. Mit ihrem neuen Trainer Mi-lorad Pilipovic empfängt der SGV Freiberg den Zweiten VfB Stutt- gart.II. Der FSV 08 Bissingen will den 1. Göppinger SV von der Tabellenspitze stürzen.

Gute Stimmung und großer Ehrgeiz: Freibergs neuer Coach Milorad Pilipovic sieht im SGV-Kader großes Potenzial. Foto: Oliver Bürkle
Gute Stimmung und großer Ehrgeiz: Freibergs neuer Coach Milorad Pilipovic sieht im SGV-Kader großes Potenzial. Foto: Oliver Bürkle

Freiberg/Bietigheim-Bissingen. Nach der 0:5-Heimpleite gegen den 1. FC Rielasingen-Arlen hat sich Freiberg von Trainer Mario Estasi getrennt und nach dem folgenden 0:7-Debakel beim SSV Reutlingen war auch für das Interimsgespann Marcel Ivanusa und Ferdinand Groß bereits wieder Schluss. Seit Anfang dieser Woche soll Milorad Pilipovic den SGV wieder in ruhigere Regionen führen.

„Ich bin vom Umfeld und der Mannschaft positiv überrascht, im Team steckt einiges mehr drin“, meint Pilipovic. In einem Testspiel gewannen die Freiberger am Dienstag beim Bezirksligisten Spvgg Feuerbach mit 8:1. „Wir haben gut kombiniert und uns eine Fülle von Torchancen herausgespielt“, lobt Pilipovic.

Bei seiner Pflichtspielpremiere hat er es gegen den Regionalligaabsteiger VfB Stuttgart.II gleich mit einem Schwergewicht der Liga zu tun, der den Betriebsunfall mit dem direkten Wiederaufstieg korrigieren möchte. Dabei mithelfen soll der letztjährige Freiberger Oberliga-Torschützenkönig Marcel Sökler, der im Sommer zum VfB.II gewechselt ist. „Wir müssen eine hohe Lauf- und Einsatzbereitschaft an den Tag legen und versuchen, das Spiel des Gegners zu unterbinden. Unsere Ballbesitzphasen müssen wir erhöhen“, meint Pilipovic. Ein Sorgenkind für ihn ist auch die Defensive, die mit 43 Gegentreffern mit Abstand die Schießbude der Oberliga ist.

„Die Mannschaft verteidigt nicht so wie ich es mir vorstelle, wir müssen uns stabilisieren“, fordert der SGV-Übungsleiter. Es fehlt ihm der gesperrte Nico Seegert und höchstwahrscheinlich auch der grippegeschwächte Mario Andric. „Das Selbstvertrauen bei den Spielern ist angeknackst, ich habe versucht, es über viele Gespräche wieder aufzubauen. Schwamm drüber, wir starten am Samstag neu und stellen die Uhren auf null. Die Jungs wollen durch das Feuer gehen“, betont Pilipovic.

Mit erheblichen Personalproblemen hat Bissingens Coach Alfonso Garcia vor dem Duell mit dem 1. Göppinger SV zu kämpfen. Mit Mario Di Biccari, Marius Kunde, Patrick Milchraum, Duc Thanh Ngo, Mert Okar und Yannick Toth muss er gleich auf sechs Akteure verzichten, so dass ihm nur noch 13 einsatzfähige Feldspieler zur Verfügung stehen.

„Wir brauchen dringend wieder ein Erfolgserlebnis. Die Spieler, die auf dem Platz stehen, müssen sich zerreißen. Wir wollen mutig und offensiv nach vorne spielen“, fordert Garcia. Zusätzlich soll die schwache Heimbilanz der Nullachter mit nur zwei Siegen aus acht Begegnungen aufpoliert werden. Auch die Göppinger hatten zuletzt einen richtigen Heimkomplex, den sie nach zuvor vier Pleiten mit einem 4:1-Erfolg gegen den TSV Ilshofen in der Vorwoche allerdings beenden konnten. Als Belohnung eroberte die von Gianni Coveli trainierte Truppe die Tabellenführung zurück. Dabei glänzte Kevin Dicklhuber mit einem Dreierpack. Der 30-Jährige, der zudem noch einen Strafstoß neben das Tor setzte, ist Dreh- und Angelpunkt bei den Gästen. „Wir müssen das unterbinden und ihn aus dem Spiel nehmen“, meint Garcia. Vor allem beim schnellen Umschaltspiel ist Göppingen brandgefährlich.

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