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Frischzellenkur beim SV Kornwestheim

Landesliga-Fußballer setzen nach dem Aufstieg mit Neu-Trainer Sascha Becker auch auf viele Talente

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Nach einem Jahr Pause zurück beim SVK: Baba Mbodji.Archivfoto: Baumann

Kornwestheim. Eine Frischzellenkur hat Landesliga-Aufsteiger SV Kornwestheim im Sommer absolviert. „Wir haben aus dem ältesten Bezirksligisten den wohl jüngsten Landesligisten gemacht“, erzählt Trainer Sascha Becker. Auch der 33-jährige Coach ist neu beim SVK.

Einen personellen Neuanfang und die Verjüngung des Kaders hatte die SVK-Führung um Vorstand Uwe Sülzle und den sportlichen Leiter Bernhard Plitzer schon im Winter angekündigt und den Vertrag von Trainer Markus Fendyk trotz der sich abzeichnenden Landesligarückkehr nicht mehr verlängert.

Dessen Nachfolger Sascha Becker startet nun mit 13 Neuzugängen, die zum Großteil das Juniorenalter noch nicht lange hinter sich haben. Für den 33-jährigen Becker, als Torhüter einst in Ludwigsburg, Gerlingen und Ingersheim aktiv, ist es die erste Trainerstation im Aktivenbereich. Im Vorjahr stieg er als Coach mit der U 17 der SpVgg Feuerbach völlig unerwartet in die Verbandsstaffel auf. „Mal sehen, vielleicht schlägt er ein wie Hannes Wolf oder Julian Nagelsmann“, schmunzelt Plitzner. Becker betont jedoch sofort. „Ich bin kein Laptoptrainer. Ich besitze nicht mal eines“.

„Laufintensiv, aggressiv und schnell“, – so sieht in der Vorstellung des Coachs die Spielweise seiner neuen Mannschaft aus. „Eher RB Leipzig als Barcelona. Und genau dafür haben wir die Spieler geholt“, führt er aus.

Drei Säulen verloren

Trotz der vielen Neuen hielten sich die Abgänge in Grenzen, da der Kader bislang recht klein war. Mit Kapitän Muammer Dülger, Torjäger Predrag Sarajlic und Abwehrchef Michael Sablijo verlor man jedoch drei Säulen mit ganz viel Routine. „Eine neue Hierarchie muss sich jetzt erst entwickeln. So etwas kann man nicht verordnen“, weiß Becker, der zunächst Marco Reichert, Dominik Janzer und Neuzugang Lars Greinert in den Mannschaftsrat berufen hat.

Prominentester Neuzugang ist sicherlich Nico Schürmann, der im Vorjahr regelmäßig im Kader des SGV Freiberg stand. Auch Leon Kraguljac, der in Marbach schon Landesligaluft schnupperte, und der von 07 Ludwigsburg zurückgekehrte Baba Mbodji gehören zu den klangvolleren Namen.

Viel erhofft sich Becker zudem vom jungen Zdenek Polizoakis. „Er ist ein richtig Guter und kann als Außenverteidiger eine absolute Verstärkung werden“, sagt der Coach.

Was die Ziele angeht, zählt für den Aufsteiger aus Kornwestheim zunächst einmal nur der Klassenverbleib. „Als Abstiegskandidat Nummer Eins sehe ich uns nicht, auch wenn wir vom Etat her sicherlich weit unten angesiedelt sind. Aber wir haben Qualität und Entwicklungspotenzial. Wir werden ein unangenehmer Gegner sein“, verspricht Becker vor seiner ersten Saison in Kornwestheim.