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Fußball-Bezirksliga

Fußballer Ermal Gashi will den fehlenden Aufstieg mit Croatia Bietigheim dringend nachholen

Den bereits fünften Aufstieg seiner Laufbahn will Ermal Gashi im nächsten Sommer feiern. Mit Croatia Bietigheim hat er dafür in der Fußball-Bezirksliga exzellente Karten. Am Sonntag gastiert man aber erst einmal im Topspiel bei Gashis Ex-Verein AKV Ludwigsburg.

Schon mit vielen Clubs aufgestiegen: Ermal Gashi, hier im AKV-Trikot. Foto: bm
Schon mit vielen Clubs aufgestiegen: Ermal Gashi, hier im AKV-Trikot. Foto: bm

Bietigheim-Bissingen. „Wo ich bin, da ist oben“, lautete das Credo des früheren Profiboxers René Weller. Schaut man sich die fußballerische Laufbahn von Ermal Gashi in den letzten Jahren an, kommt es einem wieder in den Sinn. „Fast überall, wo ich war, hatten wir Erfolg. Mit Hellas Bietigheim, dem TV Pflugfelden und dem AKV Ludwigsburg bin ich jeweils Meister geworden und habe den Bezirkspokal geholt. Sogar mit dem FV Kirchheim sind wir in die Bezirksliga aufgestiegen“, erzählt der 32-jährige Mittelfeldstratege, der in diesem Sommer vom AKV zu Croatia Bietigheim gewechselt ist.

An diesem Sonntag gastiert er nun im Topspiel zweier Titelanwärter mit seinem neuen bei seinem alten Verein. „Ich freue mich drauf“, betont Gashi, „schließlich bin ich nicht im Unfrieden gegangen und es geht gegen meine Landsleute. Mein Onkel ist sogar im AKV-Vorstand“. Mit Ludwigsburgs Topangreifer Adriano Aniello ist er obendrein gut befreundet. „Eine Wette haben wir schon besprochen, müssen aber noch klären, was auf den Verlierer zukommt“, lacht Gashi. Dass er im nächsten Sommer erneut einen Aufstieg feiern wird, gilt unter Kennern der Bezirksliga als ausgemacht, denn Croatia ist der absolute Topfavorit.

Gashi spielt nur für Favoritenclubs

„Wenn ich Angebote bekomme, schaue ich mir den Verein und die Liga eben genau an. Ich will dann schon oben mitspielen“, erklärt er. Für den Schritt zu Croatia gab es aber noch andere Gründe: Zum Einen das Berufliche, denn Gashi hat sich gerade als Dachdecker in Kirchheim selbstständig gemacht. „Da passt Bietigheim von der Entfernung einfach besser“, sagt er, und dann ist da zum Zweiten auch noch eine offene Wunde: „Ich war vor vier Jahren ja schon einmal bei Croatia.

Ausgerechnet mit ihnen bin ich damals nicht aufgestiegen“, sieht er also Nachholbedarf. Ohnehin sei er letztlich ein „Bietigheimer Junge“. „Als ich mit 11 Jahren aus dem Kosovo kam, war die Germania mein erster Verein“, erläutert Gashi und versichert: „Hier habe ich zum ersten Mal in meinem Leben überhaupt einen Fußballplatz gesehen. In meinem Dorf im Kosovo haben wir nur auf der Straße gekickt.“ Bis seine Entwicklung als Fußballer wirklich Fahrt aufnahm, dauerte es aber noch eine ganze Weile.

„Bei der Germania fing ich in der D4 an, also der vierten D-Jugendmannschaft. Es folgten die C2 und die B2, aber ich war nicht wirklich gut. Weil meine damaligen Kumpels immer in den ersten Jugendteams spielten, fing ich dann aber an, ganz viel für mich selbst zu trainieren. Ich habe deswegen sogar die Schule geschwänzt und hatte Ärger mit meinem Vater. Mein Ziel war die A1. Im zweiten A-Jugendjahr durfte ich dann schon im damaligen Bezirksligateam der Germania mittrainieren“, erinnert er sich an die ihn als Fußballer prägenden Jahre.

Während das Topspiel zwischen dem AKV und Croatia am Sonntag zur gewohnten Zeit ansteht, eröffnen der TV Aldingen und Drita Kosova Kornwestheim den Spieltag schon heute um 19.30 Uhr. Morgen (18.30 Uhr) folgt dann das Duell zwischen dem TSV Schwieberdingen und Phönix Lomersheim, bevor am Sonntag spielen: MTV Ludwigsburg – TSV Benningen, TASV Hessigheim – SKV Rutesheim II, TSV Münchingen – FSV 08 Bissingen II, SV Gebersheim – FV Löchgau II.

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