Logo

Fußball-Verbandsliga

FVL muss den Tiefschlag der Vorwoche verarbeiten

Vor hohen Hürden stehen am morgigen Feiertag beide Verbandsligisten aus dem Kreis: Schon um 12.45 Uhr tritt der FV Löchgau beim TSV Essingen an, um 14.30 Uhr wird dann die Partie des VfB Neckarrems beim Tabellenzweiten Sportfreunde Dorfmerkingen angepfiffen.

350_0900_20814_DD_20180624_DD_1190.jpg
Hat die bittere Niederlage gegen Wangen abgehakt: Löchgaus Terry Offei (rechts).Foto: Baumann

Remseck/Löchgau. „Mit einem Sieg mehr auf der Habenseite könnten wir da relativ entspannt hinfahren. Aber mit nur 14 Punkten und zuletzt vier Heimniederlagen im Gepäck stehen wir auch dort unter Druck, etwas zu holen“, schätzt Trainer Markus Koch vom VfB Neckarrems die Lage vor dem Gastspiel bei den zweitplatzierten Sportfreunden Dorfmerkingen ein. Zwar konnte seine Mannschaft beim unglücklichen 0:1 gegen den FSV Hollenbach am Samstag durchaus überzeugen und erhielt hinterher vom Gegner viele Komplimente, aber auch Koch weiß: „Hätte, hätte, Fahrradkette“. Mindestens sechs Zähler gibt er nun als Ziel für die verbleibenden vier Partien der Hinrunde vor, um die, wie er sagt, „nach der alten Rechnung nötigen 20 Punkte“ einzufahren. Bei den Sportfreunden, die trotz namhafter Abgänge im Sommer vorne mitmischen, und deren Team Koch als „bissig, aggressiv und erfahren“ einstuft, muss der VfB auf die Gelb-Rot-gesperrten Luigi Ancona und Lars Ruckh verzichten. Vor allem Ruckhs Sperre, die der Charakterkopf sich durch Meckern nach dem Schlusspfiff einhandelte, verärgert den VfB-Coach doch einigermaßen, zumal ungewiss ist, ob die zuletzt verletzt fehlenden Emanuel Popescu und Eugenio Del Genio rechtzeitig fit werden.

Beim vor der Saison als Topfavorit gehandelten TSV Essingen, der als Siebter bislang aber nur eine durchwachsene Runde spielt, ist der FV Löchgau zu Gast. Für den FVL wird es vor allem darum gehen, das extrem ernüchternde 3:4 vom Wochenende gegen den FC Wangen, als sich ein fast schon sicher geglaubter Sieg in der Nachspielzeit binnen sechzig Sekunden noch in eine Niederlage wendete, aus den Kleidern zu schütteln. „Ein gewisser Sarkasmaus macht es in so einer Situation vielleicht leichter. Wir hatten nach dem Wangen-Spiel einen Mannschaftsabend angesetzt und haben den dann auch durchgezogen. Dabei sagte unser junger Angreifer Terry Offei: ‚Leute, viel Schlimmeres kann uns eigentlich nicht mehr passieren!‘ Genau so eine ‚Scheiß drauf!‘-Haltung tut uns jetzt vielleicht gut“, hofft FVL-Coach Thomas Herbst. Ersetzen muss man in Essingen wohl Gianluca Gioia. Mit Fabian Gurth kehrt aber ein vergleichbarer Spielertyp in den Kader zurück.