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Kreisliga

GSV Pleidelsheim feiert die Doppelmeisterschaft

Der GSV Pleidelsheim feiert eine perfekte Fußballsaison. Zuerst gelingt der ersten Mannschaft als Meister der Aufstieg in die Bezirksliga, eine Woche später zieht die zweite Mannschaft nach und rückt in die Kreisliga A auf.

Meister: Die erste Mannschaft des GSV Pleidelsheim feiert die Rückkehr in die Bezirksliga. Fotos: Baumann
Meister: Die erste Mannschaft des GSV Pleidelsheim feiert die Rückkehr in die Bezirksliga. Fotos: Baumann

Ludwigsburg. Genau so meisterlich wie in den 32 Kreisliga-A-Spielen zuvor sei auch die Titelfeier verlaufen, verspricht Meister-Trainer Roberto Raimondo vom GSV Pleidelsheim. „Feucht-fröhlich, so wie es ein Tabellenführer verdient hat“, lacht der Coach, sei die Party ausgefallen. Sein Team hatte in 32 Fußballpartien 84 von 96 möglichen Punkten geholt, dabei mit 144 Toren und nur 25 Gegentreffern sowohl den besten Angriff als auch die beste Abwehr gestellt.

„Mehr als verdient“, sagt Coach Raimondo daher über den Titel. Es folgte nach dem 5:1 gegen die SG Hochberg/Hochdorf am vorletzten Spieltag eine wilde Feier mit Bengalos und gelb-schwarzem Rauch auf dem Pleidelsheimer Kunstrasen.

Spannend war es trotz der vorzeitigen Saisonentscheidung lange. Das lag vor allem an den Verfolgern FC Marbach (80 Punkte) und SV Pattonville (71). „Es war eng bis ganz zum Schluss“, berichtet Raimondo. „Winner waren die Siege gegen Pattonville und gegen Marbach.“ In beiden Spielen drehte der GSV einen 0:1-Rückstand. In Marbach stellte Toptorjäger Patrick Sirch (44 Tore) die Partie zum 2:1-Sieg in der zweiten Hälfte auf den Kopf. Gegen Pattonville brachten zwei Treffer in der Nachspielzeit noch den 3:1-Sieg. Marbach schaffte es immerhin in die Aufstiegsrelegation, Pattonville ging als Dritter leer aus.

Rückkehr in die Bezirksliga nach dem Abstieg im Jahr 2016

„Wir wollten unbedingt den Aufstieg dieses Jahr“, blickt Raimondo auf die Willensleistung seines Teams zurück, das 2016 aus der Bezirksliga abgestiegen war und seitdem immer nur knapp die Rückkehr verpasste.

Nun sei seine Mannschaft gut durch die Coronapandemie gekommen, der Trainer habe immer auf einen breiten Kader zurückgreifen können. „Die Jungs hatten Bock, waren auch meistens relativ fit und mental stark“, sagt der Coach.

Aufstiegscoach Roberto Raimondo verlässt den Verein

Begleiten wird er das Team aber trotz des Erfolgs nicht beim anstehenden Bezirksliga-Abenteuer. Raimondo bleibt stattdessen der Kreisliga A erhalten, coacht dort die SGM Steinheim/Erdmannhausen.

„Ich denke, ein Wechsel ist für die Mannschaft ganz gut. Ich habe auch schon nach der Winterpause gesagt, dass ich gerne wechseln würde.“ Vier bis fünf Jahre bei einem Verein seien ausreichend, wie Raimondo findet. Ansonsten bleibt die Pleidelsheimer Truppe nach aktuellem Stand zusammen. „Sie sind auf alle Fälle gewappnet für die Bezirksliga“, kündigt Raimondo an.

Doppelten Grund zur Freude gab es indes am vergangenen Wochenende. Mit einem 1:1 beim SGV Murr II gelang auch der zweiten Mannschaft des GSV der Aufstieg. Somit wird Pleidelsheim in der kommenden Saison in der Bezirksliga und der Kreisliga A antreten. Ein gemeinsames Abschlussessen beider Erfolgsteams ist für den Mittwoch angesetzt. Schlechte Stimmung wird dort kaum aufkommen.

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