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Höfingen sorgt für Spielabbruch

Schiedsrichter Bein gestellt – Gegner Aldingen darf mit drei Punkten rechnen

Ludwigsburg. . In der Fußball-Bezirksliga wurde am Mittwoch das Nachholspiel zwischen dem TSV Höfingen und dem TV Aldingen in der 89. Spielminute abgebrochen. Der TVA führte 3:2, als ein mit Roter Karte des Feldes verwiesener Höfinger dem Unparteiischen ein Bein stellte, woraufhin dieser abbrach.

Sechzig Sekunden fehlten somit dem TVA zum so wichtigen zweiten Saisonsieg, mit dem man den unmittelbaren Anschluss an die Nichtabstiegsränge hergestellt hätte, doch eigentlich kann es keinen Zweifel daran geben, dass die drei Punkte über die Sportgerichtsbarkeit auf dem TVA-Punktekonto landen.

„Ich habe die Situation selbst gar nicht genau gesehen, aber später den Schiedsrichter gefragt. Dieser sagte mir, dass ihm der vom Platz gestellte Höfinger Spieler im Vorbeigehen ein Bein gestellt hätte“, berichtete Aldingens Coach Tobias Büttner.

Die knapp 90 Minuten zuvor hatte er gar nicht als so heikel empfunden. „Natürlich war auf dem kleinen Platz unter Flutlicht Feuer drin. Im Spiel blieb aber alles im Rahmen. Es war eher so, dass einige Höfinger Spieler immer wieder mit dem Schiedsrichter diskutierten“, so Büttner weiter.

Sein Team hatte in der kampfbetonten Partie zur Pause mit 2:0 geführt: Dominik Hoffmann und Robin Kunz hatten getroffen. Da der TVA es aber versäumte nachzulegen, konnten die Gastgeber, obschon bereits nach einer ersten Roten Karte in Unterzahl, jedoch bis zu 83. Spielminute ausgleichen.

Youngster Atakan Genc war es dann, dessen Freistoß der Marke „halb Flanke/halb Torschuss“ zum 3:2 direkt den Weg ins Tor fand (85.). „Genauso muss man den schießen“, lobte Büttner den 18-jährigen, den man im Sommer aus der eigenen Jugend hochzog und der schon zum Stammspieler wurde. „Er ist aggressiv, bringt viel fußballerische Intelligenz mit und kann defensiv mehrere Positionen spielen. Dass er das Tor macht, freut mich doppelt und ist bezeichnend, denn er weist 100 Prozent Trainingsbeteiligung auf. Genau das muss unser Weg sein“, so Büttner weiter, der in dieser Saison mit Henrik Laurenz Geyer und David Taraninov zwei weitere Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ins Team eingebaut hat.

„Prinzipiell sind wir inzwischen auf dem richtigen Weg“, ist der Coach überzeugt, denn nach schwerem Auftaktprogramm mit drei Niederlagen zum Start geht der Trend nun nach oben. „Der Klassenerhalt bleibt aber eine enge Geschichte, vor allem, wenn ich sehe, wer alles aus der Landesliga herunterzukommen droht“, bleibt Büttner vor dem Heimspiel am Sonntag gegen die SKV Rutesheim II realistisch.

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