Logo

Landesliga

Löchgauer Topspiel der Gegensätze

FVL-Trainer Thomas Herbst stapelt vor dem Heimspiel des FVL gegen den Tabellenführer SV Breuningsweiler tief

350_0900_17434_COSPloechgau.jpg
Marijo Andric wechselte vor der Saison vom TSV Münchingen zum FC Löchgau.Foto: Baumann

Ludwigsburg. Im Topspiel der Fußball-Landesliga erwartet der Tabellenzweite FV Löchgau am Sonntag um 15.30 Uhr Spitzenreiter SV Breuningsweiler. Im Zeichen des Abstiegskampfs steht dagegen tags zuvor das Derby zwischen der SpVgg 07 Ludwigsburg und dem Rivalen SV Kornwestheim.

Ein Drittel der Saison ist absolviert und von den fünf Kreisvertretern scheint nur der FV Löchgau in der Lage, vorne mitzumischen. Bemerkenswert sind vor allem die erst drei Gegentore des FVL, was Ligaspitzenwert ist. Besser ist in der Tabelle nur Aufsteiger SV Breuningsweiler platziert, der mit dem besten Angriff der Liga anreist.

„Da treffen einige Gegensätze aufeinander“, weiß FVL-Trainer Thomas Herbst und führt aus: „Wir holen mit Marijo Andric ein Talent aus der Bezirksliga, Breuningsweiler mit Marian Asch aus Bissingen einen Topstürmer aus der Oberliga. Wenn man nach 10 Spieltagen vorne steht, ist das schon ein Statement“. „Aber wir werden nicht kuschen“, verspricht der Coach und hofft, dass Simon Herbst und Salvatore Langella rechtzeitig fit werden.

In der unteren Tabellenhälfte rangieren dagegen die übrigen vier Teams aus dem Kreis Ludwigsburg. Mit der SpVgg 07 und dem SV Kornwestheim treffen zwei direkt aufeinander.

Mit Negativserien ins Derby

Drei Niederlagen standen zuletzt für 07 zu Buche, gar derer vier für den SVK. Dennoch warnt 07-Coach Toni Carneiro vor der „starken Offensive“ des Aufsteigers und rechnet mit einem kampfbetonten Spiel: „Es wird nicht um den Schönheitspreis gehen“, ist er überzeugt und glaubt: „Wer mehr als Team auftritt, hat die besseren Karten“. Ersetzen muss er die gesperrten Thomas Ivan und Antonio Di Matteo. Noch offen ist, ob man im Stadion spielen kann, da eine Platzsperre erfolgen könnte. „Ohne Kampf geht es nicht. Man muss den Ball erst erobern, bevor man mit ihm spielen kann“, schreibt SVK-Coach Sascha Becker seiner Elf nach der 0:5-Vorwochenpleite ins Stammbuch, hofft aber, dass es „ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit“ war. Personell haben sich jedoch nun sieben Akteure, darunter Nico Schürmann und Lars Greinert, verletzt abgemeldet. Bei Nicolo Mazzola und Ex-07er Baba Mbodji hat Becker immerhin noch Hoffnung auf deren Einsatz.

Am überraschendsten steht wohl der TSV Heimerdingen im Tabellenkeller. „Wir schaffen es leider noch nicht, Konstanz zu entwickeln“, kritisiert Coach Holger Ludwig vor dem Spiel gegen den SV Schluchtern. Den SVS schätzt er als kompakt und „kein Ballbesitz-Team“ ein. Definitiv fehlen wird Daniel Geppert (Rotsperre), auch das Mitwirken von Pascal Coelho und Daniel Riffert ist fraglich. Wieder zurück kehrt dagegen Michele Ancona.

Zeitgleich bekommt es der TV Pflugfelden mit dem TSV Schornbach zu tun. Zum Dauerthema hat sich beim TVP die mangelnde defensive Ordnung entwickelt. „Ich bin kein Trainer, der sich einigelt, aber wir müssen auch an die Sicherheit denken“, erklärt Coach Markus Fendyk und erwägt, den Gegner „nicht ganz vorne anzugreifen“. Umbauen muss man im Mittelfeld, wo Muammer Dülger fehlt. Dafür könnte Dennis Shala wieder in den Kader rücken.