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Kreisliga B

Meisterliche Nachwuchskräfte beim VfB Neckarrems und Integrationsprojekt beim TSV Grünbühl

VfB Neckarrems gewinnt mit seiner ehemaligen A-Jugend den Titel. Die Meister des TSV Grünbühl III waren einst rumänische Freizeitkicker

TSV Grünbühl III. Fotos: Baumann
TSV Grünbühl III. Fotos: Baumann
VfB Neckarrems
VfB Neckarrems

Remseck/Ludwigsburg. Mit dem VfB Neckarrems und dem TSV Grünbühl III gibt es in den KreisligenB zwei Meisterteams mit besonderer Geschichte. Die Fußballer des VfB Neckarrems sorgten in der Kreisliga B1 schon vor der Saison für Aufsehen. Denn mit dem VfB Neckarrems-Fußball ging ein fast gleichnamiger Verein in der Verbandsliga an den Start (und ist in die Landesliga abgestiegen).

Hintergrund: Vor gut zehn Jahren wurde die Fußballabteilung des VfB ausgegliedert und firmiert seither als „VfB Fußball“. Im alten Hauptverein VfB 1913, der auch andere Sportarten umfasst und in der Folge der Ausgliederung eine Insolvenz durchzustehen hatte, gab es alsbald wieder Jugendfußball. Dessen Jahrgang 2002/2003 feierte zuletzt in B- und A-Jugend beachtliche Erfolge, stößt nun zu den Aktiven und meldete sich so in der B-Klasse. Gespräche über einen Start als Neckarrems Fußball II scheiterten. „Das wird weitergehen wie aktuell. Es gab freundschaftliche Gespräche, aber in dieser Sache keine Annäherung“, sagt Abteilungsleiter Oliver Pfisterer, der sich über die Meisterschaft gefreut hat: „Das ist eine spielstarke Mannschaft, aber zu erwarten war das nicht.“

Im Dreikampf durchgesetzt

Im Dreikampf zwischen Neckarrems, TKSZ Ludwigsburg und Dersim Ludwigsburg setzte sich der VfB durch und siegte am letzten Spieltag mit 21:1 gegen Schlusslicht Ditib Ludwigsburg. Danach gab es eine große Meisterfeier. „Die Mannschaft war auf dem Balkon des Vereinsheimes und es war ein richtig schönes Fest“, berichtet Pfisterer und macht sich keine Sorgen um den Klassenverbleib. „In der Mannschaft steckt sehr viel Potenzial. Man muss abwarten, wie sie zusammenbleiben, aktuell sieht es gut aus.“ Auch die Jugendabteilung kann sich sehen lassen. Mit Hochberg und Hochdorf besetzt die Spielgemeinschaft bis auf die A-Jugend in der nächsten Saison alle Altersklassen.

Dass eine dritte Mannschaft wie beim TSV Grünbühl in der Kreisliga B3 den Titel holt, ist ebenfalls nicht alltäglich. „Das ist eine reine rumänische Mannschaft, die sich uns vor zwei Jahren angeschlossen hat. Die waren davor Freizeitkicker“, berichtet TSV-Spielleiter Uwe Fischer. „Das ist für mich gelebte Integration.“ Der Kontakt sei über einen Grünbühler AH-Spieler entstanden. Die Akteure kommen aus der ganzen Region, teilweise aus Heilbronn und Esslingen. Unter Spielertrainer Norbert Panci holten sie sich den Meisterwimpel vor DJK Ludwigsburg und dem SB Asperg.

Bitter für DJK Ludwigsburg

Der entscheidende Sieg gelang dabei vor einer Woche im vorletzten Spiel. Auf eigenem Platz wurde DJK vor großer Kulisse mit 2:1 besiegt. Bitter für die Gäste, die auch im dritten Anlauf scheitern und in die Relegation müssen.

Die Grünbühler freuen sich dagegen auf die Kreisliga A. „Das Aufstiegsrecht nehmen wir wahr. Saisonziel wird der Klassenverbleib sein“, sagt Fischer. Auch die Bindung an den TSV soll sich verbessern. „Im Prinzip ist das eine eigenständige Mannschaft, aber wir wollen sie besser integrieren.“

In der Kreisliga B7 sicherte sich der FV Kirchheim den Titel, der seit Dezember 2019 kein Meisterschaftsspiel mehr verloren hat. In der Kreisliga B8 feierte der TASV Hessigheim II.

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