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Fußball-Oberliga

Nach geplatztem Traum hört Gehrmann auf

Paukenschlag beim SGV Freiberg: Der Fußball-Oberligist und Trainer Ramon Gehrmann beenden zum Saisonende die Zusammenarbeit. Im ersten Spiel seiner Abschiedstour empfangen die Freiberger morgen (14 Uhr) Aufsteiger TSV Ilshofen.

Ziel verfehlt: Ramon Gehrmann hört in Freiberg auf. Foto: bm
Ziel verfehlt: Ramon Gehrmann hört in Freiberg auf. Foto: bm

Freiberg. Ramon Gehrmann hat die Aufstiegschancen seines SGV Freiberg nach dem enttäuschenden 2:2-Unentschieden beim 1. CfR Pforzheim abgeschrieben. „Wenn die Hoffnung noch da gewesen wäre, dann hätte ich nicht so reagiert“, betont Gehrmann. Im Anschluss an die Oberliga-Partie sind der Präsident Emir Cerkez und Gehrmann nach einer gemeinsamen Analyse übereingekommen, künftig getrennte Wege zu gehen. „Ich habe im letzten Jahr meinen Vertrag bewusst nur um ein Jahr verlängert mit dem Ziel, in die Regionalliga aufzusteigen. Es ist frustrierend, immer nur zwischen Platz drei und fünf zu landen“, sagt Gehrmann. Seine Entscheidung hat er mit seiner Familie abgesprochen und für ihn gibt es kein Zurück. „Der Verein wird einen neuen Trainer finden. Ich hätte Emir Cerkez, der so viel Herzblut investiert, seinen Traum von der Regionalliga gerne erfüllt“, erklärt der Coach. Gehrmann ist Inhaber der Fußballlehrer-Lizenz und führte den SGV in seiner insgesamt siebenjährigen Amtszeit von 2011 bis 2015 und ab 2016 zweimal von der Verbands- in die Oberliga. Der 44-Jährige habe noch keine Zukunftspläne. „Ich bin für alles offen“, meint Gehrmann. Dagegen bleibt Co-Trainer Mario Estasi den Freibergern erhalten. Die meisten seiner Spieler seien traurig und wollen Gehrmann den Abschied mit möglichst zwölf Punkten aus den letzten vier Begegnungen versüßen. Der TSV Ilshofen ist nach einer tollen Vorrunde (9. Platz/27 Punkte) völlig abgestürzt. Nur sechs Zähler holte das schlechteste Rückrundenteam.

Sollte es vier Absteiger geben, dann ist ihr Polster bis auf einen mageren Punkt zusammengeschmolzen. Bei den Gästen hört Spielertrainer Ralf Kettemann, der den Club in acht Jahren von der Bezirks- in die Oberliga geführt hat, zum Saisonende auf.

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