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Fußball-Oberliga

Nachbarschaftsderby am Pferdemarkt-Samstag

In der Fußball-Oberliga kommt es am Pferdemarkt-Samstag zum mit Spannung erwarteten Lokalderby, wenn um 14 Uhr der FSV 08 Bissingen den Rivalen SGV Freiberg empfängt. Beide Vereine kämpfen um die Vorherrschaft im Kreis.

Bissingens Simon Lindner.Fotos: Baumann
Bissingens Simon Lindner. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Für die Nullachter ist es bereits das zweite Derby in dieser Woche. Mit angezogener Handbremse zog der FSV mit einem lockeren 3:0-Erfolg beim Landesligisten Germania Bietigheim in das Achtelfinale im WFV-Pokal ein. Dabei schonte Trainer Alfonso Garcia einige seiner Leistungsträger und gab Spielern, die bisher nicht so oft zum Einsatz kamen, die Möglichkeit, sich zu präsentieren.

Freibergs Coach Mario Estasi als Beobachter der Partie konnte daraus keine Kenntnisse gewinnen und hat nach einer Stunde das Sportgelände wieder verlassen. „Ich erwarte auch keine Überraschungen, wir kennen sie und sie kennen uns“, sagt Estasi. Beide Vereine sind mit dem Saisonstart nicht ganz zufrieden. Mit jeweils fünf Zählern aus den ersten vier Begegnungen befinden sich die Lokalrivalen in der noch recht ausgeglichenen Liga auf einem Mittelfeldplatz. So beträgt der Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz nur zwei Zähler. „Wer gewinnt, ist wieder dabei, wer verliert, muss um den Anschluss kämpfen“, meint Bissingens Trainer Alfonso Garcia.

Die jüngste Bilanz spricht eindeutig für die Bissinger. Von den zehn Duellen ab der Saison 2011/12 konnte Freiberg zwar die ersten vier Begegnungen gewinnen, holte danach aber nur noch ein Unentschieden und ging fünfmal als Verlierer vom Platz. Der letzte Derbyerfolg der Freiberger liegt mittlerweile über sechs Jahre zurück.

Gegenseitiger Respekt

Beim heutigen Aufeinandertreffen erwarten beide Übungsleiter einen offenen Ausgang, bei dem Kleinigkeiten entscheiden können. „Wir werden uns auf einen heißen Fight einstellen, in dem um jeden Zentimeter gekämpft wird. Wer den größeren Willen und das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite hat, wird gewinnen“, vermutet Garcia.

„Wir haben Respekt vor dem Gegner, sie haben im letzten Heimspiel die Kickers geschlagen. Gewinnen wird die Mannschaft, die weniger Fehler macht“, sagt Estasi.

Der neue SGV-Coach, der zu Saisonbeginn Ramon Gehrmann abgelöst hatte, ist mit der Stabilität seines Teams in der Defensive noch nicht zufrieden. Der SGV stellt mit zwölf Gegentoren momentan die schwächste Abwehr der Liga, dagegen aber mit zehn Treffern auch den zweistärksten Angriff. Simon Klostermann erzielte bereits drei Saisontore, Simon Lindner vom Gegner FSV führt nach seinem Dreierpack gegen die Stuttgarter mit bislang vier Treffern die Torjägerliste an.

„Freiberg besitzt eine individuelle Klasse und hat einen richtig guten Kader“, lobt Garcia. Auf der anderen Seite hält Estasi viel von Bissingen. „Die erste Elf des Gegners bringt schon eine hohe Qualität mit“, meint er.

Bei den Nullachtern hat Garcia alle Mann an Bord. Mario Di Biccari und Pierre Williams haben aber noch Trainingsrückstand. Sein Gegenüber hat mehr Optionen. So fehlen ihm nur die drei Langzeitverletzten Savino Marotta, Daniel Kaiser und Patrick Fossi. „Ich bin überzeugt von der Truppe. Wenn alle gesund sind, dann habe ich die Qual der Wahl“, sagt Estasi. Zu dem Derby rechnen die Bissinger mit einer stattlichen Zuschauerkulisse.

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