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Nachwuchs ist die Zukunft

FV Löchgau baut sein Regionalligateam um und setzt auf junge Spielerinnen – Ziel ist Klassenverbleib

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Die Neuen beim FVL (hi. v. l.): Trainerin Stefanie Schuster, Celina Sept, Artisa Zhegrova, Isabel Schlipf, Co-Trainer Michael Bentz. Vorne (v. l.): Norina Werner, Clara Knöpke, Thea Spahn, Jule Götz, Luisa Münzing.Foto: bm

Löchgau. Seit zwei Wochen haben die Fußball-Frauen des FV Löchgau mit der Vorbereitung begonnen. Nach dem großen Aderlass zählt für den FVL in der kommenden Spielzeit einzig und alleine der Klassenverbleib in der Regionalliga Süd.

Der FV Löchgau hat mit Trainerin Stefanie Schuster die vergangene Runde auf einem glänzenden dritten Rang abgeschlossen. Mit der Regionalligatorschützenkönigin Tanja Arnold, Lisa Klinge, Lena Kühnle, Vanessa Puglisi, Lisa Schmid und Tammy Streicher haben langjährige Stammkräfte ihre Laufbahn im Sommer beendet.

„Das war eine Kettenreaktion, einfacher wäre es gewesen, wenn der Umbruch Schritt für Schritt erfolgt wäre“, meinte die 31-jährige Schuster, die wieder vom langjährigen Co-Trainer Michael Bentz unterstützt wird.

Beim Neuaufbau setzt der FVL vor allem auf seinen erfolgreichen Nachwuchs. Die B-Juniorinnen belegten in der Oberliga Baden-Württemberg den vierten Rang. „Alle Spielerinnen sind dageblieben, sie sind unsere Zukunft. Wir müssen aber geduldig sein“, sagte Schuster.

Einziger externer Neuzugang ist die WFV-Auswahlspielerin Isabel Schlipf, die vom Zweitbundesligisten VfL Sindelfingen kommt. Die 18-Jährige aus Freiberg am Neckar möchte sich nach ihrem Abitur auf ihr Studium konzentrieren. Sie ist auf mehreren Positionen einsetzbar, kopfballstark und bringt das nötige Spielverständnis mit.

Da mit dem SC Sand II, SV 67 Weinberg und dem TSV Crailsheim drei Mannschaften aus der zweiten Liga hinzugekommen sind, musste die Regionalliga auf 14 Teams aufgestockt werden. Die beiden Erstplatzierten qualifizieren sich für die Aufstiegsrunde der künftigen eingleisigen Zweiten Liga, die letzten vier Mannschaften steigen in die Oberliga ab.

„Wir werden uns der großen Herausforderung stellen. Ziel ist der Klassenerhalt und die jungen Spielerinnen heranzuführen. Rückschläge sind dabei einkalkuliert“, erklärte Schuster.

Wie in den Vorjahren holt sich der FVL vor dem Saisonbeginn in der Sportschule Ruit den letzten Feinschliff. Direkt nach dem dreitägigen Trainingslager empfängt die Schuster-Truppe im ersten Punktspiel am 3. September den ETSV Würzburg. Alle Heimspiele in dieser Runde werden im benachbarten Freudental ausgetragen. Drei Tage nach dem Ligaauftakt reist der FV Löchgau zum Erstrundenspiel im WFV-Pokal zum Landesligisten Spvgg Gröningen-Satteldorf.

Während der FVL das erste Testspiel beim Landesligisten Biegelkicker Erdmannhausen mit 13:0 gewinnen konnte, setzte es beim Zweiligameister 1899 Hoffenheim II eine derbe 0:11-Klatsche. Ein erster Gradmesser steht für die junge Truppe am kommenden Sonntag (16 Uhr) in der Partie beim künftigen Ligarivalen SV 67 Weinberg bevor.