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Fußball-Verbandsliga

Neckarrems kann nicht mehr direkt absteigen

In der Fußball-Verbandsliga hat sich der VfB Neckarrems trotz Unterzahl noch gegen Aufstiegsaspirant TSV Essingen ein 1:1-Remis erkämpft und kann nicht mehr direkt absteigen. Wie befreit spielte der FV Löchgau gegen den Tabellenzweiten SKV Rutesheim auf und siegte mit 4:1.

Kopfballduell: Yannik Bartmann (Neckarrems, rechts) gegen Maximilian Eiselt.Foto: Baumann
Kopfballduell: Yannik Bartmann (Neckarrems, rechts) gegen Maximilian Eiselt. Foto: Baumann

Remseck/Löchgau. Kuriose Ergebnisse lieferte der vorletzte Spieltag der Fußball-Verbandsliga, denn aus dem Quartett der Aufstiegsanwärter gewann kein einziger sein Spiel. Bei brütender Hitze hatte daran gestern um die Mittagszeit auch der VfB Neckarrems seinen Anteil, der, obwohl mehr als eine Halbzeit lang in Unterzahl, gegen den TSV Essingen noch ausglich und am Ende ein 1:1-Remis verbuchte.

Da jedoch auch die Konkurrenz kräftig punktete, fiel der VfB auf den Relegationsplatz zurück, dürfte aber bei einem um 33 Treffer besseren Torverhältnis als der FC 07 Albstadt den direkten Abstieg abgewendet haben. „Unsere Zuschauer waren hochzufrieden und genauso geht es mir auch“, befand VfB-Trainer Markus Koch angesichts der Umstände. Seiner mutig beginnenden Elf hatte die erste Viertelstunde gehört, ehe spielstarke Essinger übernahmen, „aber ohne dass ich dabei klare Torchancen gesehen hätte“, wie Koch anmerkte.

Kurz vor der Pause bot sich VfB-Torjäger Nesreddine Kenniche nach Patzer der Gästeabwehr die Möglichkeit, doch er bekam das Leder nicht unter Kontrolle. Fast im Gegenzug fiel das 0:1. Nach Ballverlust Luigi Anconas und einem Essinger Pfostenschuss staubte Fabian Weiß ab (44.). Lars Ruckh erwies dem VfB dann einen Bärendienst, denn nach hartem Tackling im Mittelfeld sah er die Rote Karte (45.).

VfB kämpft nach der Halbzeit weiter

Die Remser machten jedoch nach Wiederanpfiff schnell klar, dass sie nicht klein bei geben würden. Den „puren Willen“ sah Koch dann bei Luigi Anocna, als dieser nach einem Angriff über die rechte Seite zentral in Ballbesitz kam, noch einen Haken schlug und mit seinem schwächeren rechten Fuß den Ausgleich markierte (52.). „Das Tor hat die Karten noch einmal neu gemischt“, analysierte Koch.

Essingen produzierte vor allem Standards, doch wenn es gefährlich wurde, war der starke Luis Rodrigues auf dem Pfosten. In der Endphase war für den VfB dann plötzlich sogar der Dreier drin, die vergeben wurden, so dass der VfB sich am letzten Spieltag ein Fernduell mit dem VfL Nagold und dem TSG Tübingen um den direkten Klassenerhalt liefern wird.

Neckarrems: Rodrigues – Bartmann, Fota, Mamic, Ahmeti – Del Genio (68. Ribeiro), Läubin, Schwintjes, Ancona (82. Spiegelhalter) – Ruckh, Kenniche (90. Scheuerle). – Tore: 0:1 Weiss (44.), 1:1 Ancona (52.). – Rote Karte: Ruckh (45., Foulspiel).

Schiedsrichter: Bergmann (Erbach).– Zuschauer: 150.

Völlig überraschend schlug der seit letzter Woche als Absteiger feststehende FV Löchgau den Aufstiegskandidaten SKV Rutesheim mit 4:1. „Diesmal lief einfach vieles für uns“, sagte FVL-Trainer Thomas Herbst. Peter Wiens hatte in überlegenen ersten 45 Minuten zweimal getroffen (16., 19.). Nach der Pause hielt FVL-Keeper Markus Brasch in seinem Abschiedsspiel einen Elfmeter, ehe sich Pascal Wolter bei seinem ebenfalls letzten Auftritt im FVL-Trikot vom Elfmeterpunkt souverän zeigte. Sein 3:0 (63.) war die Entscheidung.

Löchgau: Brasch (90. Altmann) – Macorig, Kühnle, Haug, Haile (81. Trautwein) – Wiens, Feufel (33. Asare), Wolter – Gurth (56. Stender), Baki, Andric.

Tore: 1:0, 2:0 Wiens (16., 19.), 3:0 Wolter (63., Elfmeter), 4:0 Andric (85.), 4:1 Vaihinger (90.). – Schiedsrichter: Traub (Griesingen). – Zuschauer: 140.

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