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Fußball-Oberliga

Rabenschwarzer Tag für Freiberg und Bissingen

Sowohl der FSV 08 Bissingen bei der 0:4 (0:2)-Niederlage gegen den neuen Spitzenreiter FV Ravensburg wie auch der SGV Freiberg mit einer 0:5 (0:3)-Klatsche gegen den 1. FC Rielasingen-Arlen haben in der Fußball-Oberliga einen rabenschwarzen Samstag erlebt.

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Bietigheim-Bissingen/Freiberg. „Sogar in dieser Höhe war der Sieg verdient für Ravensburg. Wir waren in allen Belangen nicht nur eine, sondern zwei Klassen schlechter“, monierte Bissingens Coach Alfonso Garcia. Seine Truppe präsentierte sich sehr unkonzentriert, ließ die nötige Aggressivität in den Zweikämpfen und die Laufbereitschaft vermissen.

Der FSV leitete die ersten Gelegenheiten der Gäste durch Thomas Zimmermann (2.), Samuel Boneberger (7.) und Felix Schäch (13.) durch haarsträubende Fehlpässe selbst ein. Bei der einzigen dicken Chance der Hausherren in der ersten Halbzeit traf Michael Deutsche mit einer Direktabnahme Bartosz Broniszweski (10.). Im weiteren Verlauf vertändelte Tim Reich als letzter Mann am Flügel den Ball gegen Daniel Schachtschneider, der lief daraufhin alleine auf das Tor zu und vollendete zum 0:1 (24.).

Kurz danach scheiterte Schachtschneider mit einem Foulelfmeter an FSV-Torwart Dominik Ferdek (28.). Es spielten weiter nur noch die Gäste. Eine der zahlreichen Möglichkeiten nutzte Moritz Jeggle mit einem unhaltbar abgefälschten Schuss aus 22 Metern zum 0:2 (41.). Nach der Pause zog sich Ravensburg weiter zurück und kontrollierte dennoch die Partie nach Belieben. Für die über weite Strecken äußerst harmlosen Bissinger zielte Alexander Götz aus 18 Metern neben den Kasten (72.). In der Schlussphase segelte ein Freistoß von Jonas Wiest nahe dem Strafraumeck an Freund und Feind vorbei zum 0:3 in die Maschen (83.). Zwei Minuten später köpfte Manuel Geiselhart nach einem Eckball noch das 0:4 (85.). „Es war zu billig und naiv wie wir in die Zweikämpfe gegangen sind. Wir müssen jetzt nach hinten schauen“, sagte Garcia.

FSV 08 Bissingen: Ferdek – Haile, Reich, Schmelzle (82. Sarak), Williams – Di Biccari (59. Götz), Toth – Gorgoglione, Lindner – Deutsche (66. Rienhardt), Hemmerich (73. Gleißner).

Tore: 0:1 Schachtschneider (24.), 0:2 Jeggle (41.), 0:3 Wiest (83.), 0:4 Geiselhart (85.). – Schiedsrichter: Tobias Doering (Brigachtal). – Zuschauer: 300.

Auch die Freiberger waren beim 0:5 gegen Rielasingen-Arlen völlig von der Rolle. „Es war eine absolute Frechheit, wie wir uns präsentiert haben. Der Einzige, der Normalfall hatte, war Steven Keklik, der Rest hat versagt“, schimpfte Freibergs Coach Mario Estasi. Das Unheil nahm bereits früh seinen Lauf. Nico Kunze erzielte das schnelle 0:1 (4.). Kurz danach köpfte Silvio Battaglia das 0:2 (11.).

Mitte der ersten Halbzeit holte Savino Marotta den Gästekapitän Tobias Bertsch im Strafraum von den Beinen. Den Foulelfmeter verwandelte Nedzad Plavci gegen SGV-Keeper Loch (Foto: Baumann) zum 0:3 (24.). Der Aufsteiger stand danach massiv in der Verteidigung und ließ nicht viel zu. Hakan Kutlu und Filip Milisic scheiterten mit ihren Chancen aus kurzer Distanz am Gästetorwart. Der SGV bäumte sich in der zweiten Halbzeit nicht mehr auf und musste durch Sebastian Stark (65.) und Thomas Kunz (84.) weitere Gegentreffer zum 0:5-Endstand hinnehmen.

SGV Freiberg: Loch – Marotta, Keklik, Milisic (53. Kaiser), Stüber – Kröner, Latifovic (77. Koci) – Kutlu, Andric (46. Tasdelen) – Barini, Lushtaku (63. Ferati).

Tore: 0:1 Kunze (4.), 0:2 Battaglia (11.), 0:3 Plavci (24./Foulelfmeter), 0:4 Stark (65.), 0:5 Kunz (84.).

Schiedsrichter: Jürgen Schätzle (Schönwald im Schwarzwald). – Zuschauer: 210.

SGV Freiberg trennt sich von Trainer Estasi

Einen Tag nach der bitteren 0:5-Heimniederlage gegen 1.FC Rielasingen-Arlen hat sich Fußball-Oberligist SGV Freiberg von Trainer Mario Estasi getrennt. SGV-Präsident Emir Cerkez machte die schwankenden Leistungen der Mannschaft für die Entscheidung mitverantwortlich. Planungen des SGV, künftig eine zweite Übungseinheit an den Trainingstagen zu verankern, ließen sich mit dem beruflich eingespannten Mario Estasi nicht umsetzen, so Cerkez. Interimsweise übernehmen das Co-Trainer-Duo Marcel Ivanusa und Ferdinand Groß das Kommando auf dem Trainingsplatz und an der Seitenlinie.

„Wir danken Mario Estasi für die Arbeit sowohl in der vergangenen Saison an der Seite von Ramon Gehrmann, als auch auf dem Cheftrainerposten“, heißt es in einer Pressemitteilug des Vereins.

Estasi werde in einer anderen sport-

lichen Funktion dem Verein erhalten bleiben. (red)

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