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WFV-Pokal

SGV Freiberg gleich beim Titelverteidiger gefordert

Ab heute rollt wieder der Ball im Fußball-Bezirk. Auf dem Programm steht um 15.30 Uhr die erste Runde des Verbandspokals mit neun Teilnehmern aus dem Kreis. Im Kracher gastiert Neu-Oberligist SGV Freiberg bei Titelverteidiger Sportfreunde Dorfmerkingen.

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Freiberger Gegner: Der SGV trifft auf Titelverteidiger SF Dorfmerkingen und Trainer Helmut Dietterle, der den Pokal stemmt.Archivfoto: Baumann

Ludwigsburg. Zwiegespalten hat Freibergs Trainer Ramon Gehrmann die Auslosung gegen den Verbandsligisten aufgenommen: „Einerseits freuen wir uns darauf, andererseits hätten wir gerne ein leichteres Los gehabt“, sagt er und taxiert die Chancen aufs Weiterkommen auf 50:50.

Den amtierenden Pokalsieger, der sich im Mai im Finale sensationell mit 3:1 bei den Stuttgarter Kickers durchsetzte und der zur Belohnung am kommenden Wochenende im DFB-Pokal RB Leipzig zu Gast hat, kennt er aus eigener Anschauung. „Vor drei Jahren spielten wir dort schon einmal im Pokal und kamen mühsam erst im Elfmeterschießen weiter. Dort herrscht eine spezielle Stimmung und der Gegner bringt eine wahnsinnige Mentalität mit“, erinnert er sich.

Was sein eigenes Team angeht, werde das Pokalduell eine Woche vor dem Ligastart sehr aufschlussreich. „Es wird keine Experimente geben“, kündigt Gehrmann die derzeit bestmögliche Startformation an. Ob Türkei-Rückkehrer Hakan Kutlu in dieser steht, lässt er noch offen. „Ihm fehlt die Matchpraxis und daher auch noch die Wettkampfhärte“, sagt der SGV-Trainer. Sven Schimmel könnte zwar trotz Nasenbeinbruch mit einer Maske auflaufen, doch verspürt Gehrmann wenig Neigung, ihn mitzunehmen, da er eine sehr robuste Auseinandersetzung erwartet.

Klar in der Favoritenrolle sind dagegen bei Bezirksligisten mit dem FSV 08 Bissingen und dem VfB Neckarrems die beiden anderen aus den Top 3 des Kreises. Die Nullachter treten beim TSV Flacht an, der VfB im Unterland beim FV Wüstenrot. „Alles andere als ein Sieg wäre enttäuschend“, stellt VfB-Coach Markus Koch klar.

Ebenfalls bei einem Bezirksligisten, nämlich dem TSV Nellmersbach, steigt das Pflichtspieldebüt von Marcel Ivanusa, dem neuen Spielertrainer der SpVgg 07 Ludwigsburg. „Die Urlaubszeit setzt uns derzeit mächtig zu. Die Mannschaft stellt sich daher fast von alleine auf“, erzählt er, denn knapp zehn Akteure fehlen. Nicht mehr das 07-Trikot trägt künftig der bisherige Kapitän Patrick Nonnenmann, der im Oktober aus beruflichen Gründen nach Westfalen umzieht. „Da hätte das keinen Sinn mehr gemacht“, berichtet Ivanusa, der den aus Neckarrems gekommenen Asilhan Yildiz zum neuen Spielführer befördert hat.

Weite Reisen ins Hohenlohische stehen dem TSV Heimerdingen und Bezirksligist FC Marbach bevor. Der FC, bei dem Haiko Eggert den urlaubenden Coach Chris Seeber vertritt, spielt beim SSV Gaisbach, der TSV hat für die Fahrt zum SV Wachbach sogar einen Bus gechartert. Heimrecht hat dagegen der SV Kornwestheim, der Ligakonkurrent SV Schluchtern empfängt.

Erst am Sonntag sind der FV Löchgau (beim SV Leingarten, 14 Uhr) und der TV Pflugfelden gefordert. Der TVP, der ein einwöchiges Trainingslager in Österreich hinter sich hat, erwartet im ersten Pflichtspiel unter Markus Fendyk um 16 Uhr Landesligaaufsteiger SG Stetten-Kleingartach.