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Fußball-Oberliga

SGV Freiberg mit Remis im Derby gegen FSV 08 Bietigheim-Bissingen gut bedient

In der Fußball-Oberliga hat der SGV Freiberg am Samstag in einem rassigen Kreisderby mit Mühe ein Remis gerettet, der FSV 08 Bietigheim-Bissingen entführte beim Tabellenführer mit einem 0:0 einen Zähler.

Duell ohne Sieger: Freibergs Christian Mauersberger (links) gegen Bissingens Alexander Götz.Foto: Baumann
Duell ohne Sieger: Freibergs Christian Mauersberger (links) gegen Bissingens Alexander Götz.Foto: Baumann

Freiberg. Aus Freiberg war in den vergangenen Tagen von einem Spargel- und Erdbeerklau in größerem Stil auf den heimischen Feldern zu hören. Der FSV 08 Bietigheim-Bissingen entführte vom Freiberger Spielfeld auf dem Wasen am Samstag in der Fußball-Oberliga ebenfalls einen Punkt, mehr Beute wäre sogar für die Gäste durchaus möglich gewesen. „Ich bin mit dem Unentschieden unzufrieden“, ärgerte sich 08-Coach Markus Lang hinterher nach dem 0:0 beim Spitzenreiter nicht ohne Grund, „wir waren die bessere und aktivere Mannschaft.“

Pragmatischer Marcel Sökler

„Wir hatten die besseren Chancen,“ fand nicht nur FSV-Akteur Yannick Toth, „wenn wir drei Punkte klauen, darf sich Freiberg nicht beschweren.“ SGV-Torjäger Marcel Sökler gab sich nach der Nullnummer des aufgrund der Tordifferenz weiter amtierenden Spitzenreiters gewohnt pragmatisch: „Wir haben mit dieser Leistung den Sieg nicht verdient, ein paar Prozent haben gefehlt. Mit drei Siegen sind wir aber weiterhin Meister.“

Die Bissinger begannen wie die Feuerwehr, Roman Kasiar wurde erst bei einer Großchance im letzten Augenblick geblockt, ehe er kurz darauf an einer Großtat von Freibergs Torhüter Sven Burkhardt scheiterte. 08 blieb am Drücker, doch auch Anil Sarak vergab seine Topmöglichkeit. Der Aufstiegskandidat kam nur langsam auf Betriebstemperatur: Sökler prüfte Tom Vahldiek im FSV-Gehäuse erst nach rund einer halben Stunde erstmals ernsthaft. Christian Mauersberger hätte den jungen Bissinger Keeper dann kurz vor der Pause fast mit einer Kopfball-Bogenlampe düpiert, doch auf der anderen Seite hatte auch Alexander Götz mit einem Heber Pech. „Unsere Flanken war oft zu ungenau“, meinte SGV-Chefcoach Ramon Gehrmann.

In der zweite Halbzeit erwischten wieder die Bissinger den besseren Start: Riccardo Gorgoglione schoss jedoch aus bester Position drüber und Benedikt Landwehr setzte seinen Kopfball ebenfalls zu hoch an.

Freiberger Schlussoffensive

Dann legte der SGV eine gute Schlussoffensive hin: Erst scheiterte der Ex-Bissinger Konstantinos Markopoulos, dann verzog der eingewechselte Hakan Kutlu, ehe Vahldiek gegen Marco Grüttner im letzten Moment rettete. In einem hochklassigen Kreisderby mit viel Tempo und giftigen Zweikämpfen fehlten am Ende nur die Tore.

Auch der abwandernde Freiberger Innenverteidiger Lukas Hoffmann konnte das bei einer guten Chance am Ende ändern, zudem scheiterte Mauerberger noch am Pfosten, „Gegen gute Mannschaften sind wir auch immer gut“, meinte Toth nach dem 0:0 und dem 2:1-Auswärtssieg vor einigen Wochen in Stuttgart: „Immerhin haben wir den Kickers in Freiberg nun auch einen kleinen Gefallen getan.“

SGV Freiberg: Burkhardt – Rinaldi, Velagic (71. Zant), Hoffmann, Thermann – Mauersberger, Ikpide, Kehl-Gomez (61. Markopoulos), Mistl - Grüttner, Sökler (61. Kutlu).

FSV 08 Bietigheim-Bissingen: Vahldiek – Landwehr, Sarak, Mahler, Haile (55. Hauser) – Mamic, Toth, Kunde, Gerezgiher - Gorgoglione (65. Heinle), Kasiar (75. Sejdijaj), Götz. – Schiedsrichter: Marc Packert.

Zuschauer: 555

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