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Frühes Wiedersehen in der Landesliga
Verbandsliga-Flair auf dem Hummelberg: VfB Neckarrems trifft auf TSV Heimerdingen

Zurück im Team des VfB Neckarrems: Veton Ahmeti. Foto: Baumann
Zurück im Team des VfB Neckarrems: Veton Ahmeti. Foto: Baumann
Zwischen Neckarrems und Heimerdingen kommt es zum Duell der Absteiger – Croatia mit rekordverdächtiger Torhüterrochade

Ludwigsburg. Schon um 14 Uhr stehen sich am Samstag im Absteigerduell der VfB Neckarrems und der TSV Heimerdingen in der Fußball-Landesliga gegenüber. Für den FV Löchgau kommt es vier Stunden später bei dessen Gastspiel beim VfR Heilbronn zu einem Wiedersehen mit Ex-Trainer Andreas Lechner.

Ein wenig riecht es am Samstag auf dem Hummelberg schon nach Verbandsliga, denn beide duellierten sich in den letzten drei Jahren eine Spielklasse höher, bevor man im Sommer einträchtig abstieg. Besser in die neue Runde kam der VfB: „Letzte Woche waren wir von uns selbst positiv überrascht“, gesteht Markus Brasch, der Co-Trainer der Remser, mit Blick auf den 2:0-Erfolg bei unangenehmen Pfedelbachern, den man trotz langer Unterzahl errang. „Das wird jetzt aber ein ganz anderes Spiel“, warnt Brasch mit Blick auf die Ziele der Heimerdinger: „Dass ihr Trainer Daniel Riffert eine Top-Drei-Platzierung anpeilt, hat seine Gründe“, sagt er weiter. Im VfB-Kader herrscht wie bei fast allen Konkurrenten ein urlaubsbedingtes Kommen und Gehen. Wieder an Bord hat man Kapitän Veton Ahmeti, der die Position des gesperrten Ciro Palmieri in der Abwehrkette übernehmen könnte.

Mittelfeld-Experiment des TSV Heimerdingen geht in die Hose

„Wir müssen uns noch finden“, räumt TSV-Coach Daniel Riffert nach dem 1:1 zum Auftakt gegen Allmersbach ein und fügt an: „Die Ergebnisse des ersten Spieltags sind für mich aber noch nicht wirklich aussagekräftig.“ Noch nicht gefunden hat Riffert vor allem die Formation, in der mit Michele Ancona, dem Ex-Neckarremser Lars Ruckh und Neuzugang Haris Gudzevic seine potenziell drei torgefährlichsten Spieler ihre Stärken optimal einbringen können. In der Vorwoche startete Ancona zunächst im zentralen Mittelfeld, interpretierte seine Rolle aber derart offensiv, dass Riffert schon zur Halbzeit korrigierte. „Leider fehlen uns mit Pascal Coelho und Christian Stagel zwei Spieler fürs Zentrum“, bedauert der Trainer. Behoben ist dagegen der Personalengpass im Tor: Neben dem reaktivierten Oldie Daniel Siegler stehen am Samstag auch Lukas Emmrich und Maik Riesch bereit.

Zum Standard wird in dieser Saison übrigens die frühe Anstoßzeit von 14 Uhr bei den Heimspielen der Remser. „Viele unserer Spieler wollen auch noch etwas von der Bundesliga mitbekommen“, erklärt Brasch.

VfR Heilbronn ist kein normaler Aufsteiger

Beim VfR Heilbronn ist am Samstag der FV Löchgau zu Gast. „Das ist für mich kein normaler Aufsteiger. Ich erwartet sie am Ende unter den ersten fünf“, sagt FVL-Trainer Thomas Herbst, der an der Seitenlinie mit Andreas Lechner auf einen alten Bekannten trifft. Lechner war in den Nuller-Jahren zweimal Trainer der Löchgauer, führte sie aus der Bezirks- in die Landesliga und etablierte den Verein in seiner zweiten Amtszeit dort, bevor er später beim FSV 08 Bissingen arbeitete. „Wir tauschen uns regelmäßig aus und ich wünsche ihm das Beste. Nur eben nicht gegen uns“, lacht Herbst.

Germania Bietigheim peilt gegen den SV Kaisersbach den zweiten Sieg an. „Gegen sie haben wir noch etwas gutzumachen. Das 1:1 im Vorjahr war unser letzter Punktverlust auf eigenem Platz“, erinnert sich Claudio Ferrara. Der Sportliche Leiter ist froh, nicht wie in der Vorwoche als Spieler aushelfen zu müssen. Wieder im Training stehen Marc Bitzer und Dominik Wolter, zudem scharren die jungen Manuel Wörner und Haluk Senol mit den Hufen.

Fünf Torhüter in fünf Spielen

Im Aufsteigerduell ist Croatia Bietigheim beim Rems-Murr-Vertreter SG Oppenweiler-Strümpfelbach zu Gast. Croatia-Trainer Daniel Zmpitas hat den ihm bis dato völlig unbekannten Gegner per Video studiert: „Sie attackieren sehr früh und ihr Torwart ist oft in den Spielaufbau eingebunden“, lauten seine Erkenntnisse. Für die vakante Stelle im Croatia-Tor steht diesmal mit dem aus Heimsheim gekommenen Marco Kolb ein etatmäßiger Keeper zur Verfügung, jedoch wird das Problem vorerst bleiben: „Wir werden wohl an den ersten fünf Spieltagen fünf verschiedene Torhüter einsetzen. Das ist sicher rekordverdächtig“, erklärt Zmpitas.