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WFV beendet Amateurfußball-Saison

Spielzeit 2020/21 von Verbandsliga bis in die Kreisligen annulliert – Oberligist Freiberg darf weiter hoffen

Matthias Schöck.Foto: Baumann
Matthias Schöck. Foto: Baumann

Ludwigsburg/Stuttgart. Der Württembergische Fußballverband (WFV) hat gestern wie erwartet die Beendigung und Annullierung der Spielzeit 2020/21 im Amateurfußball ab der Verbandsliga beschlossen. Die Entscheidung betrifft sowohl Herren und Frauen als auch die Jugend. Das gab der WFV bekannt.

Grundlage der Beiratsentscheidung seien die anhaltenden Corona-Beschränkungen, die eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs bis zum spätestmöglichen Neustart-Termin am 9. Mai nach einer angemessenen Vorbereitungszeit unmöglich machen. „Wir haben bis zuletzt gehofft, müssen nun aber diese bittere Entscheidung treffen. Es war richtig, dass wir uns die Chance so lange wie möglich offengehalten haben, die Saison über den Abschluss der Hinrunde zu einer sportlichen Wertung zu führen“, wurde WFV-Präsident Matthias Schöck in der Mitteilung zitiert.

Von der Entscheidung ausgenommen sind die baden-württembergischen Oberligen. Dort kann Ligaprimus SGV Freiberg weiter auf einen Aufstieg hoffen, da die übergeordnete Regionalliga Südwest ihre Saison wohl zuende spielen wird.

Für die Vereine von der Verbandsliga bis in die Kreisligen herrscht dagegen Gewissheit. Durch die Entscheidung halten beispielsweise die abstiegsgefährdeten VfB Neckarrems (Verbandsliga), SV Kornwestheim, Germania Bietigheim und TV Pflugfelden (alle Landesliga) die Klasse. Aufsteiger wird es – anders als in der ebenfalls wegen Corona abgebrochenen Saison 2019/20 – keine geben. „Ob das einen sportlichen Wert hätte, wenn man nach 17 Spielen mit der Quotientenregel aufsteigt, müsste man eh einordnen“, hatte Thomas Herbst, Landesliga-Trainer des FV Löchgau erst vor wenigen Wochen im Gespräch mit unserer Zeitung gesagt.

Ohnehin hatten sich viele Teams mit Online-Trainings und Laufplänen für den Fall einer Saisonfortsetzung bereits seit November fitgehalten – obwohl viele Trainer einer Fortsetzung kritisch gegenüberstanden. „Wenn man es unbedingt durchprügeln will, hat es mit sportlicher Auseinandersetzung nichts zu tun. Es hilft keinem richtig, außer wenigen Mannschaften“, hatte Kornwestheims Trainer Sascha Becker beispielsweise moniert.

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