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2. Handball-Bundesliga

250 Zuschauer sehen Bietigheimer Niederlage

Erstmals seit Oktober 2020 dürfen bei einem Heimspiel der SG BBM Bietigheim wieder Zuschauer in die Halle – und sehen eine 32:35-Niederlage, die einen ratlosen Trainer Brian Ankersen zurücklässt.

Erneut stark: Bietigheims Jonathan Fischer (Mitte) kommt auf sechs Tore. Foto: Baumann
Erneut stark: Bietigheims Jonathan Fischer (Mitte) kommt auf sechs Tore. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Schlechte Laune kam am Samstagabend bei den Zuschauern in der Viadukthalle auch nach Spielende nicht auf. Unter Applaus wurden die enttäuschten Spieler der SG BBM Bietigheim auf ihrem Gang in die Kabine verabschiedet. Seit Oktober hatten die Zuschauer warten müssen, um den Handball-Zweitligisten wieder vor Ort in der Halle anfeuern zu können. 250 Fans feuerten am Samstag die SG BBM an, die trotz der Unterstützung mit 32:35 gegen den ThSV Eisenach verlor und auf den siebten Tabellenplatz rutschte.

Dabei sah es zunächst überhaupt nicht so aus, als würden die Gäste – vor dem Spiel als Tabellenzwölfter nach Bietigheim gekommen – zum großen Spielverderber werden. Völlig harmlos biss sich der ThSV zu Beginn die Zähne an der SG-Verteidigung um Paco Barthe aus. Auf der anderen Seite mündete nahezu jeder Angriff der Bietigheimer in einen Treffer. Nach nur 8 Minuten führte die SG nach einem Tor von Christian Schäfer mit 9:3 und Eisenach-Trainer Markus Krauthoff-Murfuni nahm seine erste Auszeit.

Danach fehlte es der SG sichtlich an der Konsequenz der Anfangsminuten. „Ich habe noch nicht ganz begriffen, dass wir dieses Spiel verloren haben“, sagte der sichtlich bediente Bietigheimer Trainer Brian Ankersen nach dem Spiel: „Wir müssen zur Halbzeit mit fünf, sechs oder sieben Toren führen.“ Dem war aber nicht so. Zwar erwischte auf Bietigheimer Seite Jonathan Fischer erneut einen starken Tag am Kreis (6Tore), jedoch gelangen in der Verteidigung kaum noch Stopps. „Das war ein absolutes Torfestival“, bilanzierte Gäste-Trainer Krauthoff-Murfuni. Bereits zur Halbzeit war sein Team auf 16:18 herangekommen.

Beide Teams begegneten sich in der Folge auf Augenhöhe, wobei die Partie immer mehr in Richtung der Gäste kippte. 15 Minuten vor Spielende ging der ThSV durch Top-Torschütze Daniel Hideg (7) erstmals in Front. Zwar gelang Bietigheims Jonas Link mit seinem achten Treffer noch der Ausgleich (28:28, 52. Minute), jedoch zogen die Gäste in den Schlussminuten immer weiter davon. „Ich glaube, dass wir es zum Ende der zweiten Hälfte einfach ein bisschen mehr wollten“, sagte Krauthoff-Murfini. Schließlich hätten vor dem Spiel „viele sicher keinen Pfifferling auf uns gesetzt“.

Besonders gegen Hideg im linken Rückraum sowie sein Pendant im rechten Rückraum, Alexander Saul, fand die SG kein Mittel. „Wenn man 35 Gegentore daheim kriegt, hat es auf jeden Fall nicht in der Abwehr gestimmt“, monierte Kreisläufer Nils Boschen. „Wir schießen 32 Tore, dann muss man den Anspruch haben, das Spiel auch zu gewinnen.“

SG BBM: Edvardsson, Reich – Schäfer (9/6 Siebenmeter), Link (8), Fischer (6), de la Pena (4), Claus (2), Asmuth (1), Marcec (1), Barthe (1), Dahlhaus, Boschen, Öhler, Vlahovic, M. Urban, L. Urban.

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