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Handball

3. Hanball-Liga: SVK setzt weiter auf Kontinuität

In der 3. Handball-Liga ist eine Entscheidung über die Fortsetzung der aktuellen Saison gefallen: Die Runde wird nicht regulär fortgesetzt, es gibt keine Absteiger, Vereine können für eine Aufstiegsrunde melden. Der Sportliche Leiter des SV Kornwestheim, Mirko Henel, hat die personellen Planungen für die kommende Spielzeit abgeschlossen.

Topwerfer Felix Kazmeier bleibt dem SVK bis mindestens 2022 erhalten. Foto: Baumann
Topwerfer Felix Kazmeier bleibt dem SVK bis mindestens 2022 erhalten. Foto: Baumann

Kornwestheim. Am Mittwochabend hat der Deutsche Handballbund nun für die 3. Liga eine Entscheidung getroffen: Der Verband will seinen Vereinen Planungssicherheit geben und hat eine Ermittlung von Absteigern in der aktuell unterbrochenen Saison ausgesetzt. Der reguläre Modus mit Hin- und Rückrunde ist zudem hinfällig, Teams mit Zweitliga-Ambitionen können für eine gesonderte Aufstiegsrunde melden, die verbleibenden Klubs können freiwillig für eine Wettkampf-Runde melden, in der etwa die Qualifikation für den DHB-Pokal ausgespielt wird. „Die Teilnahme an einer Aufstiegsrunde kommt für uns nicht infrage“, sagt der Sportliche Leiter des SVK, Mirko Henel. „Bis zum 31. März werden wir nun ausloten, ob wir an der anderen Runde teilnehmen.“ Die Wettkampfpraxis wäre ein Plus, allerdings würden etwa für regelmäßige Testungen und Reisen auch ordentlich Kosten entstehen, zudem hätten die Akteure zur Vorbereitung auf die neue Saison auch nur wenig Zeit zur Regeneration.

Der 44-Jährige selbst wird Kornwestheim im Sommer verlassen, beim SVK würde er aber gerne in seiner Funktion als Sportlicher Leiter weiterarbeiten. Der langjährige SVK-Chefcoach Henel zieht mit seiner Familie in einigen Monaten aus der unmittelbaren Hallennähe nach Schwieberdingen. „Mein Vertrag als Sportlicher Leiter läuft im Sommer aus“, sagt er, „von meiner Seite spricht nichts gegen eine Verlängerung, die Konstellation passt.“ Seit über zwei Jahren ist er schon in seiner aktuellen Funktion tätig, eine Trainertätigkeit kommt für ihn aufgrund seiner beruflich fordernden Tätigkeit in der Logistikbranche gerade nicht infrage – für die kommende Runde hat er seine Aufgaben beim SVK längst abgeschlossen.

Das Team steht. Von Rechtsaußen Peter Jungwirth gibt es derzeit lediglich eine mündliche Zusage zur Fortsetzung seiner Salamander-Karriere, sonst sind alle Vertragsverlängerungen bereits unterschrieben. Chefcoach Alexander Schurr hat um zwei Jahre verlängert, Tim Zeppmeisel und Hendrick Schoeneck ebenfalls. Nach Kapitän Christopher Tinti und Tim Scholz haben nun auch Topwerfer Felix Kazmeier und Jan Hellerich bis 2022 verlängert. Der Rest des Kaders hatte ohnehin noch längerfristige Kontrakte. „Wir haben keine Zugänge und bleiben nun wohl zu 100 Prozent zusammen“, stellt Henel fest, „für die Zuschauer gibt es mit Torwart Niko Henke und Lukas Lehmkühler aber dennoch neue Gesichter, die wegen Verletzungen noch nicht zum Einsatz kamen.“

Beim SVK herrscht somit weiter Kontinuität vor, obwohl der Verein im vergangenen Sommer seinen Spielern einen Gehaltsverzicht auferlegt hat. Mirko Henel betont jedoch, dass es nun auch im Verein auf einer ganz anderen Ebene darum geht, ebenfalls auf Bestehendes zu setzen: „Jetzt hoffen wir natürlich, dass auch unsere Sponsoren in der schwierigen Coronazeit bei uns bleiben und auf Solidarität und Lokalpatriotismus dem Kornwestheimer Handball gegenüber setzen.“

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