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Bietigheim gegen Hamm viel zu harmlos

Die SG BBM Bietigheim bleibt eine launische Diva. Gestern Abend unterlag der Handball-Zweitligist dem ASV Hamm-Westfalen in eigener Halle mit 20:25 und kommt nicht vom Fleck.

Wurfgewaltig: Nikola Vlahovic auf dem Weg zum Torerfolg. Foto: bm
Wurfgewaltig: Nikola Vlahovic auf dem Weg zum Torerfolg. Foto: bm

Bietigheim-Bissingen. Torhüter Aron Edvardsson schaute mit leerem Blick über den Parkettboden der Viadukthalle. Der Isländer hatte wieder mal ein überragendes Spiel gemacht. Dennoch unterlag seine SGBBM Bietigheim dem ASV Hamm-Westfalen deutlich mit 20:25 – vor den Augen des langjährigen SG-Spielers Robin Haller, der gestern als Gast in der Halle war. Der als Aufstiegsaspirant gestartete Handball-Zweitligist bleibt somit im grauen Mittelfeld der Tabelle.

Kapitän Jan Asumut klang dennoch versöhnlich: „Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt. In die zweite Hälfte sind wir nicht gut reingekommen und plötzlich ging gar nichts mehr. Vielleicht hat uns der letzte Mut gefehlt.“

Zu Beginn war die Partie zerfahren. Ruppige Zweikämpfe und viele Fehlwürfe prägten auf beiden Seiten das Bild. Erst nach zehn Minuten konnten sich die Bietigheimer leichte Vorteile erarbeiten und gingen nach einem Tor von Christian Schäfer mit 6:3 in Führung (13.Minute).

Doch wirklich souverän agierte die SG nicht. Immer wieder kamen die Gäste durch. Zu oft wusste sich die Bietigheimer Abwehr nur mit einem Foul zu behelfen, zu oft gab es dafür einen Siebenmeter – auch wenn die SG-Bank teilweise heftig gegen die Schiedsrichter-Entscheidungen protestierte. Fabian Huesmann traf so fünf Mal für Hamm und kam insgesamt in der ersten Hälfte auf acht Treffer. SG-Keeper Aron Edvardsson war es zu verdanken, dass die Gastgeber nur mit einem 13:14-Rückstand in die Kabine gingen. Der Isländer hielt sein Team bis zur Halbzeit mit acht Paraden im Spiel.

Zweite Halbzeit verpatzt

Den Start in den zweiten Durchgang verpatzte die SGBBM. Über acht Minuten dauerte es, ehe den Schwaben das erste Tor gelang und Jonas Link zum 15:16 (39.). Doch Bietigheim kam weiter nicht in Fahrt. Die SG hatte der körperlichen Spielweise der Westfalen zu wenig entgegenzusetzen und kam nicht in den Spielfluss.

So schafften es die Bietigheimer nicht mehr, die Gäste in Bedrängnis zu bringen. Während die SG ihre Angriffe zu selten erfolgreich zu Ende brachte, war auf der anderen Seite Huesmann nicht zu stoppen. Er kam am Ende auf 13Tore.

SG BBM: Edvardsson, Lehmann; Vlahovic (2), Rentschler (1), Claus (2), Schäfer (8/1), de la Peña, Dahlhaus (1), Link (3), Asmuth (1), Barthe (2), Marcec, Fischer.

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