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Handball

Bietigheim spielt sich Frust von der Seele

Bundesliga-Handballerinnen der SG BBM gewinnen ohne Mühe gegen VfL Oldenburg mit 29:19 (12:10)

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Karolina Kudlacz-Gloc (Mitte) lässt sich von Cara Hartstock (l.) und Julia Wenzl (VfL) nicht aufhalten. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Standesgemäß haben sich die Bietigheimer Bundesliga-Handballerinnen am eigenen Schopf aus dem momentanen Schlamassel gezogen. Gestern Abend gewann das verletzungsbedingt stark dezimierte Team von Trainer Martin Albertsen gegen den VfL Oldenburg mit 29:19 (12:10).

Im ersten Heimspiel der Rückrunde musste der Tabellenzweite ohne Charris Rozemalen auskommen. Die Niederländerin wurde am Montag am Knie operiert und fällt wie einige andere Leistungsträgerinnen der SG bis auf Weiteres aus.

Von derartigen Rückschlägen ließ die SG nicht beeindrucken. Tief saß der Stachel der jüngsten Misserfolge in der Champions League und in der Bundesliga. Die Bietigheimerinnen gingen hochmotiviert in die Partie und wollen den Sieg unbedingt.

Zwar kamen beide Teams nur holprig ins Spiel – die 1:0-Führung der Gastgeber durch Mille Hundahl fiel erst nach fünf Minuten –, Bietigheim gelang es aber, das Zepter in die Hand zu nehmen. Nach Treffern von Lisa Schulze und Fie Woller zog die SG auf 9:3 davon.

Doch der Sechstore-Vorsprung hielt nicht lange. Nachlässigkeiten im Zuspiel und leichte Ballverluste der SG ermöglichten es Oldenburg, aufzuschließen. Cara Harstock schaffte das 11:10, ehe SG-Kapitänin Karolina Kudlacz-Gloc mit ihrem ersten Treffer zur 12:10-Halbzeitführung abschloss.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte sorgten die nun konzentriert zu Werke gehenden Gastgerinnen schnell für klare Verhältnisse. Fie Woller, Schulze und Kudlacz-Gloc sorgten für einen beruhigenden 16:11-Vorsprung. Dem hatten die nun müde wirkenden Niedersachsen nichts mehr entgegenzusetzen. Mit drei Treffern in der Schlussphase führte Antje Lauenroth die SG zum ungefährdeten Erfolg.

Ausruhen können sich die Enztälerinnen nicht. Bereits am kommenden Freitag (19 Uhr) steht das inzwischen bedeutungslose Champions League-Spiel-Rückspiel beim mazedonischen Meister statt – die undankbare Reise geht nach Vardar Skopje.

SG BBM: Salamakha (1), Roth; Lauenroth (3), C. Woller (2), Schulze (4), Kudlacz-Gloc (5), Hundahl (5), Loerper (4/1), F. Woller (5),