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Blomberg kein Gradmesser für SG

Die Bundesliga-Handballerinnen der SG BBM Bietigheim sind wieder in der Erfolgsspur. Im Heimspiel gegen die HSG Blomberg-Lippe gab es n der Ludwigsburger MHP-Arena einen ungefährdeten 38:30-Erfolg.

Lücke gefunden: Xenia Smits (Bietigheim) setzt sich durch.Foto: Baumann
Lücke gefunden: Xenia Smits (Bietigheim) setzt sich durch. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Blomberg war nach zwei Siegen als Zweiter angereist. Ein echter Gradmesser war die HSG aber nicht. Obwohl bei den Gastgeberinnen Höhen und Tiefen wechselten, feierte die SG einen ungefährdeten 38:30-Sieg. Damit übernahm Bietigheim mit 5:1 Punkten zumindest bis Freitag die Tabellenführung, da die noch verlustpunktfeien Teams aus Dortmund und Bensheim-Auerbach (je 4:0) nicht im Einsatz waren.

„Wir wollen demonstrieren, wer mit Nationalspielern gespickt ist und Blomberg erst gar keine Möglichkeit geben, uns in die Bredouille zu bringen“, forderte BBM-Trainer Markus Gaugisch von seinem Team. Die SG setzte das zunächst gut um, lag nach zwölf Minuten 7:2 vorn. Die flinke Antje Lauenroth profierte bis dahin gleich dreimal von Blomberger Ballverlusten, die sie zu erfolgreichen Gegenstößen nutzte.

Nach einer Auszeit der Gäste kam die SG kurzzeitig aus dem Tritt. Die Ostwestfälinnen wechselten mit Nele Franz die aktuell beste Torjägerin der Bundesliga sowie die ehemalige Bietigheimerin Ann Kynast ein. Franz bereitet der BBM-Abwehr mit ihren überraschenden Schlagwürfen und 1:1-Aktionen zunächst einige Probleme. Die Gäste kamen bis zur 18. Minute auf 10:7 heran.

Markus Gaugisch verlangte mehr Aggressivität in der Abwehr. Die Damen im roten Trikot setzten die Anweisung in die Tat um und wurden belohnt. Mehrfach wurden Blomberger Ballverluste provoziert. Im Angriff war Tempo Trumpf. Sehenswerte Kombinationen wurden eingestreut, die zuletzt vermisste Spielfreude blitzte auf. Nele Reimer kam erstmals im Rückraum zum Einsatz und erzielte zwei blitzsaubere Treffer. „Sie hat das super gemacht“, lobte Gaugisch, „ein erfrischender Auftritt.“ Auch Kim Brauns Leistung gefiel ihm. „Sie war verletzt, hat aber jetzt wieder 45 Minuten durchgespielt. Mit Nele und Kim haben wir heute zwei Spielerinnen weiter integrieren können. Das ist gut für uns, weil wir die Belastungen auf mehr als nur sechs Schultern verteilen müssen.“

Beim Wechsel lag die SG 19:12 vorn. Im zweiten Durchgang setzten zunächst die Däninnen die Akzente. Stine Jørgensen drosch die Harzkugel mehrfach mit viel Wucht aus dem Rückraum ins Netz, wurde mit sieben Buden zur erfolgreichsten Werferin. Die mit ihr aus Odense an die Enz gekommene Trine Østergaard traf viermal, packte bei ihren artistischen Toren von Rechtsaußen die feine Klinge aus.

Beim 27:17 lag die SG nach 40 Minuten erstmals zehn Tore vorn. Die Torproduktion des SG-Angriffs lief auch danach auf Hochtouren, allerdings ließ die BBM-Abwehr wieder nach. Allein in den letzten 20 Minuten kassierte Bietigheim 13 Gegentreffer – viel zu viel von einem Gegner wie Blomberg. „Da müssen wir Stück für Stück besser werden. Einige der Gegentore hätte man verhindern können“, kritisierte Gaugisch, der aber grundsätzlich mit der Leistung seines Teams zufrieden war.

„Wir hätten um einige Tore höher gewinnen können“, so das Fazit der BBM-Kapitänin Kim Naidzinavicius, „aber ich bin sehr froh, dass wir überhaupt gewonnen haben.“

SG BBM: Sando, Salamakha; Berger (1), Lauenroth (6), Schulze (2), Kudlacz-Gloc (3), Naidzinavicius (4/2), Reimer (2), Smits (1), Østergaard (4), Maidhof (6/4), Jørgensen (7), Braun (3).

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