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Branko Dobricic wird Trainer in Bönnigheim

Der TSV reagiert auf das Ausscheiden des Trainerduos Naumann/Koch und präsentiert einen Nachfolger – Strohgäu will frühen Ligaverbleib

Bönnigheim/Strohgäu. Vor große Probleme gestellt sah sich der Frauenhandball-Oberligist TSV Bönnigheim, als das Trainerduo Tobias Naumann und Benjamin Koch ihr berufsbedingtes Ausscheiden zum Ende der Hinrunde verkündete. „Das kam durchaus überraschend“, sagte Abteilungsleiter Christof Weis auf Nachfrage, „das kann man auch daran sehen, dass wir ad hoc keine Alternative gefunden haben.“

Umso erfreuter zeigte sich Weis nun mit der hochkarätigen Übergangslösung: Branko Dobricic übernimmt beim TSV bis Saisonende. „Die Suche war total schwierig. Wir können uns glücklich schätzen, mit Branko einen renommierten Trainer gefunden zu haben“, gibt sich Weis zufrieden. Dobricic, der eigentlich eine Trainer-Pause machen wollte und der bereits unter anderem die Erstliga-Reserve der Rhein-Neckar-Löwen trainierte, „ist eine sehr gute Option“, so Weis. Mit dem neuen Trainer soll sich die Mannschaft stabilisieren und weiterentwickeln. Aber auch das steht schon jetzt fest: Dobricic macht den Job definitiv nur bis zum Saisonende, dann muss Bönnigheim erneut auf Trainersuche gehen.

Derzeit steht der TSV auf Platz fünf in der Oberliga, konnte jedoch aus den letzten fünf Partien nur einen Sieg einfahren. „Wir haben klasse angefangen, dann ein bisschen nachgelassen. Wir wollen uns nachhaltig im oberen Drittel festsetzen, den Trend der letzten Spiele umdrehen und wieder Spiele gewinnen“, gab Weis die Marschroute vor. Diese beginnt am Samstag beim Tabellendritten aus Pforzheim.

Strohgäu überrascht sich selbst

Zwei Plätze hinter den Bönnigheimerinnen lauert die HSG Strohgäu. Das Team von Trainer Stefan Hirschmann zeigt als Aufsteiger eine bislang konstante Saison. „Wir sind sehr zufrieden – sowohl spielerisch als auch von den Ergebnissen. Dass es so problemlos läuft, hatten wir nicht erwartet“, sagte Hirschmann zufrieden.

Dennoch gilt es für die Rückrunde, zwei Stammspielerinnen zu ersetzen. Carina Calmbach und Marie Obermüller haben beide Kreuzbandverletzungen erlitten und müssen ersetzt werden. „Da erwarten wir größere Probleme“, kündigte Hirschmann an. Der Trainer gab sich auch für die kommende Rückrunde bescheiden, was die Ziele der Mannschaft angeht: „Wir wollen die Leistung, die wir jetzt gezeigt haben, bestätigen und möglichst rasch die fehlenden Punkte zum Nichtabstieg holen.“

Den Grundstein dafür legte die HSG in der Wintervorbereitung. Nach zehn freien Tagen über Weihnachten und Neujahr stand der traditionsreiche H3K-Cup am Dreikönigstag an, wo die Strohgäuerinnen den vierten Platz bei insgesamt acht Teilnehmern holten. „Damit sind wir absolut zufrieden“, sagte Hirschmann. Für die Strohgäuerinnen startet am 20. Januar beim TV Brombach die Rückrunde.

In der Landesliga geht es bereits am Wochenende weiter. Die HB Ludwigsburg kämpft dort als Tabellenführer mit bis dato nur einer Saisonniederlage nach elf Spielen um den Aufstieg, die HG Steinheim-Kleinbottwar hingegen kämpft als Vorletzter gegen den Abstieg und trifft am Samstag um 18 Uhr im Derby auf den TV Großbottwar.