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Handball

Bruderduell beim HC Erlangen

Die Handballer der SG BBM Bietigheim können beim HC Erlangen wichtige Punkte im Abstiegskampf holen. SG-Rückraumspieler Jonas Link trifft dabei auf seinen älteren Bruder Nikolai.

Treffen heute erneut aufeinander: Die Brüder Nikolai (links, HC Erlangen) und Jonas Link (SG BBM Bietigheim). Foto: Baumann
Treffen heute erneut aufeinander: Die Brüder Nikolai (links, HC Erlangen) und Jonas Link (SG BBM Bietigheim). Foto: Baumann

Ludwigsburg. Das Rennen gegen den Abstieg aus der Handball-Bundesliga hat in der vergangenen Woche Fahrt aufgenommen. Nachdem die Saison im Tabellenkeller eher einem Schneckenrennen zwischen dem VfL Gummersbach, der SG BBM Bietigheim und den mittlerweile abgeschlagenen Eulen Ludwigshafen glich, konnten in der letzten Woche sowohl die Gummersbacher als auch die Bietigheimer doppelt punkten. Mit einem Sieg heute im Auswärtsspiel in der Nürnberger Arena beim HC Erlangen (19 Uhr) könnten die Bietigheimer zumindest nach Punkten mit den Gummersbachern auf Nichtabstiegsplatz 16 gleichziehen. „Das Minimalziel ist nach wie vor, dass es am letzten Spieltag möglich ist“, sagt Bietigheims Trainer Hannes Jon Jonsson über den möglichen Klassenverbleib im letzten Saisonspiel gegen Gummersbach.

Für viele kam der Sieg des VfL am Samstag gegen den TBV Lemgo Lippe überraschend – nicht aber für Jon Jonsson. „Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass Lemgo es schafft. Aber ich war mir vor dem Spiel ziemlich sicher, dass Gummersbach das zu Hause gewinnt“, erzählt er. Selbst habe er sich das Spiel nicht angeschaut. „Ich habe den Samstag mit meiner Familie verbracht.“

Jon Jonsson ahnte Sieg derGummersbacher voraus

Auch wenn er beim direkten Konkurrenten aus Gummersbach ein gutes Gespür hatte, will sich der Isländer nicht dazu hinreißen lassen, einen eigenen Sieg beim HC Erlangen vorherzusagen. „Wir haben gute Karten, aber sicher ist natürlich gar nichts“, sagt Jon Jonsson, „Erlangen ist definitiv der Favorit.“ Für die Franken, derzeit auf Platz 10 im Niemandsland der Tabelle, geht es in dieser Saison um nichts mehr. „Die sind trotzdem motiviert“, prophezeit Jon Jonsson. „Sie spielen sehr diszipliniert, haben eine gute Abwehr und zwei gute Torhüter“, sieht der 39-Jährige die Stärken des HC in der Defensive. Hinzu kommt Nico Büdel, „der das Spiel sehr clever lenkt und der individuell sehr stark ist“, sagt Jon Jonsson über den Rückraumspieler.

Für Bietigheims Jonas Link ist die Partie in Erlangen eine besondere. Fünf Jahre spielte er für den HCE, stieg zweimal auf und einmal ab, ehe er als einer der dienstältesten Spieler vor der Saison nach Bietigheim wechselte und bei seinem Abschied von den Fans in Nürnberg besonders gefeiert wurde. Nun trifft er auf seine alten Bekannten und seinen Bruder Nikolai Link, vor dem Jon Jonsson ebenfalls warnt: „Ein sehr gefährlicher Spieler.“

Im Hinspiel erwischte Jonas Link einen gebrauchten Tag. Nur zwei seiner sieben Würfe brachte er bei der 24:26-Heimniederlage im Tor unter. Immerhin: Auf die ganze Saison verteilt hat Jonas Link (101 Treffer) die Nase gegenüber seinem Bruder Nikolai (80) vorn.

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