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Handball

Ein überraschender Punkt, der den Handballern des SV Kornwestheim gut tut

SV Kornwestheim ringt Zweitliga-Absteiger Fürstenfeldbruck vor der Winterpause ein Remis ab

Treffsicher: Kornwestheims Kapitän Christopher Tinti (rechts). Foto: Baumann
Treffsicher: Kornwestheims Kapitän Christopher Tinti (rechts). Foto: Baumann

Kornwestheim. Der Handball-Drittligist SV Kornwestheim hat sich mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause verabschiedet: Der SVK rang dem Topteam TuS Fürstenfeldbruck beim 27:27 (13:14) ein Remis ab.

Kurz vor dem Ende gab SVK-Keeper Jan David nach einem Scherz dem Schiedsrichter am Samstagabend einen freundschaftlichen Klapps auf den Hintern mit. Der Unparteiische war den Kornwestheimern am Schluss tatsächlich gewogen und pfiff den Gästen ein Tor wegen eines Kreisübertritts ab, ehe der überragende Peter Jungwirth einen Siebenmeter zum 27:27-Endstand verwandelte. „Wir waren in der zweiten Hälfte fast immer in Rückstand“, atmete David nach dem Spielschluss durch, „der eine Punkt gegen den Zweitligaabsteiger tut uns sehr gut.“ Kornwestheims Cheftrainer Alexander Schurr ordnete in den Schlusssekunden dann lieber Ballhalten statt volles Risiko an. „Ich wollte den Jungs unbedingt einen Misserfolg vor der Winterpause ersparen“, erklärte er, „wir sind am Ende darum nicht mehr voll auf den Siegtreffer gegangen.“

„Das war ein echtes Husarenstück“

Nach einer überstandenen Erkältung konnte der SVK wieder auf seinen Abwehrchef Hendrik Schoeneck im Innenblock bauen, musste jedoch auf Marvin Flügel wegen einer Daumenblessur verzichten. Die Schurr-Schützlinge begannen gut, Spielführer Christopher Tinti markierte nach 13 Minuten das 8:5, doch dann gaben sie die Partie aus der Hand. „Wir haben vor der Pause den Ball viel zu schnell verloren“, ärgerte sich Schurr über den Rückstand und ein 13:14 zur Halbzeit. Die Lurchis lagen in der zweiten Halbzeit dann lange mit drei Toren im Hintertreffen, ehe Rechtsaußen Jungwirth eine echte Galavorstellung hinlegte: Mit sechs Treffern in den letzten Minuten brachte er den SVK wieder heran, ehe der Punktgewinn schließlich gesichert war.

„Das war ein echtes Husarenstück von uns in einem Kampfspiel“, konstatierte Schurr zufrieden, „in Fürstenfeldbruck sind wir im Hinspiel noch ordentlich unter die Räder gekommen, jetzt hat es gegen ein absolutes Topteam gereicht.“ Die Kornwestheimer überwintern jetzt unter den besten sechs Mannschaften auf einem sicheren Nichtabstiegsplatz.

SVK: Henke, David – Kugel (1), Tinti (3), Hiller (3), Schoeneck (1), Jungwirth (7/1), Hellerich, Kazmeier (7/2), Scholz, Reusch (2), Lehmkühler, Döll (2), Zeppmeisel, Lantella (1).

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