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Folgt auf Sandos nun AnkersensAbgang?

Bisherige Torhüterin der SG BBM Bietigheim heuert nach Herzerkrankung in Dänemark an

Emily Sando. Foto: Baumann
Emily Sando. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Auf Anraten des Ärzteteams setzte die SG BBM Bietigheim Emily Sando nach deren Herzerkrankung nicht mehr ein. Die fühlt sich aber fit, will spielen. Dem Wunsch der norwegischen Nationaltorhüterin entsprechend wurde der Vertrag am 24. September aufgelöst. Inzwischen hat Sando einen neuen Verein gefunden und beim dänischen Erstligisten Horsens Elite einen Kontrakt unterschrieben.

Sorgen um ihre Gesundheit macht sich die 32-Jährige nicht: „Ich bin wahrscheinlich die medizinisch am besten überwachte Spielerin im internationalen Handball, deshalb werde ich mich nicht mehr mit diesem Fall beschäftigen.“

Offen bleibt die Frage, was Sandos Lebensgefährte Brian Ankersen macht. Der Däne hatte in der letzten Saison nach dem Rücktritt von Hannes Jón Jónsson die Bietigheimer Zweitligamänner als Interimstrainer übernommen und mit einer Erfolgsserie aus dem Tabellenkeller geführt. Da die SG bereits Iker Romero als neuen Coach verpflichtet hatte, musste Ankersen nach der Saison seinen Platz räumen. Die Hoffnung, als Co-Trainer bei den Männern arbeiten zu können, erfüllte sich nicht, da Romero sich für seinen spanischen Landsmann Sebastià Salvat entschieden hatte.

Brian Ankersen widmete sich daher wieder seiner ursprünglichen Aufgabe als Trainer im weiblichen Jugendbereich und bei der 2. Frauenmannschaft. Die stieg in die 3.Liga auf, gewann dort genau wie die Favoriten Schozach-Bottwartal und Freiburg die ersten drei Spiele. Bietigheim setzt auf eine verstärkte A-Jugend. Als „Leitwolf“ für die U17-Europameisterinnen Matilda Ehlert, Magdalena Probst und Gianina Bianco konnte Ankersen die kroatische Ex-Nationalspielerin Ana Rajic gewinnen. Im Tor überzeugt die Holländerin Lieke van der Linden. Morgen (18 Uhr) steigt das Derby beim TV Möglingen.

Brian Ankersen wird dabei auf der Bietigheimer Bank sitzen. Wie lange das noch der Fall ist, scheint nach dem Wechsel seiner Freundin Emily Sando nach Dänemark offen. „Es macht richtig Spaß mit den Mädels, aber ich will als Trainer weiterkommen. Handball ist mein Leben“, sagt der 33-Jährige, der sich einen Job bei einem ambitionierten Männerteam in der ersten bis dritten Liga vorstellen kann. Lose Gespräche mit Vereinen gab es. „Kurzfristige Sachen waren nicht dabei, es ging stets um die nächste Saison. Aber im Handball kann es oft schnell gehen“, weiß Ankersen, der im Hinterkopf hat, dass der Mietvertrag für die von Emily Sando und ihm genutzte Wohnung zum Jahresende ausläuft.

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