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Gaugisch sorgt für neuen Schwung

Seit zwei Wochen schwitzen die Bietigheimer Handballerinnen wieder für die neue Saison. Markus Gaugisch konnte es kaum erwarten: „Ich habe es nicht mehr ausgehalten, zu Hause zu sitzen“, verriet der neue Trainer des Bundesligisten.

Neue Gesichter bei der SG BBM Bietigheim: Trainer Markus Gaugisch, Julia Maidhof, Emily Sando, Stine Jørgensen, Nele Reimer, Trine Ostergaard und Xenia Smits (von links).Foto: Baumann
Neue Gesichter bei der SG BBM Bietigheim: Trainer Markus Gaugisch, Julia Maidhof, Emily Sando, Stine Jørgensen, Nele Reimer, Trine Ostergaard und Xenia Smits (von links). Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Als am 8. März die Saison aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen wurde, lag die SG BBM Bietigheim einen Punkt hinter Spitzenreiter Dortmund auf Platz zwei. Ein Meister wurde nicht gekürt, doch in der neuen Runde, die am 5./6. September gestartet werden soll, setzt die ambitionierte SG wieder voll auf Attacke. „Wenn man nach Bietigheim kommt, ist das Ziel selbstverständlich deutscher Meister und Pokalsieger zu werden“, redet der 46 Jahre alte Gymnasiallehrer Gaudisch Klartext. „Da müssen wir uns nicht verstecken.“

Gaugisch, früherer Bundesligaspieler beim VfL Pfullingen, hat die Nachfolge von Martin Albertsen angetreten, der nach fünf Jahren erfolgreicher Arbeit bei der SG nun als Nationaltrainer in der Schweiz seinen Job verrichtet.

Und auch in der Champions League, die eine Woche nach der Bundesliga mit zwei Achtergruppen ins Rennen geht, soll Bietigheim nach Auffassung von Gaugisch „den nächsten Schritt gehen.“ Zuletzt verpasste man in der europäischen Königsklasse die Zwischenrunde, „die wollen wir diesmal auf jeden Fall schaffen,“ so Gaugisch vor der vierten Teilnahme in Folge.

Das dürfte eine ziemliche Terminhatz geben, aber der Kader ist nach Ansicht der SG-Verantwortlichen so gut aufgestellt, um auch größere Belastungen zu verkraften. Der SG-Kader umfasst 15 Spielerinnen, darunter sechs Zugänge, die – allesamt Auswahlspielerinnen ihres Landes – als Verstärkungen gelten können.

Emily Sando zwischen den Pfosten

Zwischen den Pfosten steht mit Emily Sando eine norwegische Nationalspielerin, die von ŽRK Buducnost Podgorica aus Montenegro ins Ellental kam. Mit Stine Jørgensen und Trine Østergaard (beide von Odense Håndbold) holte Bietigheim gleich zwei dänische Auswahlspielerinnen. Dazu kommen mit Julia Maidhof von der HSG Bensheim/Auerbach eine deutsche Nationalspielerin und Bundesliga-Toptorjägerin und die 23 Jahre alte Nele Reimer von der Neckarsulmer Sport-Union. Sowie als sogenannter Königstransfer Xenia Smits, die zuletzt in Frankreich bei Metz HB spielte.

Die Integration der neuen Spielerinnen verlief nach Einschätzung von Markus Gaugisch reibungslos: „Alle sind bereit zu lernen und bringen sich top ein.“ Noch unbeantwortet dagegen ist die Frage, ob und mit wieviel Zuschauern die SG in die neue Saison starten kann, denn deren Anzahl bei Großveranstaltungen ist derzeit noch auf 500 begrenzt. Allerdings ist man im Handball ganz besonders auf Einnahmen der Fans angewiesen. „Wir sind da im Austausch mit der Stadt Bietigheim-Bissingen“, teilte Bastian Dörr, bei der SG zuständig für Marketing und Kommunikation, mit. Die meisten Partien werden in der Viadukthalle ausgetragen, bei Spitzenspielen weichen die SG-Frauen in die Ludwigsburger MHP-Arena aus.

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