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Handball
Handballer des SV Kornwestheim als SC Freiburg der 3.Liga

Marvin Flügel. Foto: Baumann
Marvin Flügel. Foto: Baumann
Kornwestheimer Handball-Drittligist hat die Weichen für die neue Spielzeit bereits gestellt

Kornwestheim. Der Handball-Drittligist SV Kornwestheim startet am Sonntagabend beim HBW Balingen-Weilstetten II ins neue Jahr. Schon jetzt vermeldet der SVK Erfolge bei der Kaderplanung für die kommende Spielzeit, fast das komplette Team hat verlängert.

„Wir haben schon jetzt eine Mannschaft für die neue Runde stehen, die in der 3. Liga richtig angreifen kann“, vermeldet der Sportliche Leiter Mirko Henel, „allerdings wird es dieses Mal personelle Veränderungen geben.“ Das junge Eigengewächs Marco Lantella hat erst gestern die Zusage für eine weitere Spielzeit im SVK-Dress gegeben, Marvin Flügel am Donnerstag. Seit November befindet sich Henel gemeinsam mit Trainer Alexander Schurr in Gesprächen mit den aktuellen Akteuren. Kapitän Christopher Tinti, Regisseur Jan Reusch, Torhüter Nico Henke, Fabian Kugel und Kreisläufer Nico Hiller haben sich ebenfalls in den vergangenen Wochen für eine weitere Spielzeit an den Traditionsverein gebunden. Ohnehin einen Vertrag für die neue Runde haben Keeper Jan David, Abwehrchef Hendrik Schoeneck, Tim Zeppmeisel und Coach Schurr. „Unsere neue Mannschaft hat schon jetzt eine spannende Struktur etwa in Sachen Alter“, meint der einstige SVK-Trainer Henel, „ein Zeichen, dass wir wohl hier nicht alles falsch machen.“

Zwei bis drei Abgänge?

Anders als im vergangenen Sommer wird das SVK-Team jedoch nicht erneut komplett ohne personelle Veränderungen ins Rennen gehen. Einige weitere Leistungsträger haben dem aktuellen Tabellensechsten zwar ebenfalls schon mündliche Zusagen gegeben, zwei oder drei Abgänge dürfte es jedoch geben. „Erst wenn wir wissen, wer uns konkret verlässt, werden wir den Markt nach passenden Neuzugängen studieren“, erklärt Henel.

Die Coronakrise hat auch den Kornwestheimern stark zugesetzt, vor allem aus der vorzeitig abgebrochenen Vorsaison fehlen Zuschauereinnahmen. Doch obwohl die Sponsoren so keine Gegenleistungen bekommen haben, hätten fast alle dem SVK die Treue gehalten. Auch die Corona-Auflagen wie die Zuschauerbeschränkungen, eine Masken- oder Testpflicht treffen den Verein in dieser Runde, dennoch konnte Henel den Spielern Vertragsangebote ohne finanzielle Einschränkungen unterbreiten. „Kein Spieler wollte mehr Geld, in der Vorsaison haben einige Akteure sogar sehr solidarisch auf Bezüge verzichtet“, gibt Henel Einblicke, „wir fahren als der SC Freiburg der 3. Liga weiter unseren Kurs mit geringen Gehältern und setzen auf Softskills wie einen starken Teamzusammenhalt.“

Die personellen Weichen hat der Verein nun für eine weitere Saison in der 3. Liga gestellt, jetzt sind Schurr und seine Schützlinge auf dem Parkett gefordert. „Wir wollen nun unbedingt einen Platz unter den ersten sechs halten und die Abstiegsrunde mit ihrem brutalen Modus vermeiden“, gibt Henel die Richtung vor. Eine vorzeitige Planungssicherheit dürfte ihm auch seine Arbeit bei der Ergänzung des Kaders deutlich erleichtern.