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Jonas Link wächst an seiner Führungsrolle

Rückraumspieler der SG BBM Bietigheim trifft am Sonntag auf den HSV Hamburg – Edvardsson und Maier haben die Seiten gewechselt

Ludwigsburg. Noch einmal kann Aron Edvardsson dem Handball-Zweitligisten SG BBM Bietigheim keinen Strich durch die Rechnung machen. Im Hinspiel parierte Edvardsson im Trikot des HSV Hamburg in letzter Sekunde einen Siebenmeter von Christian Schäfer und hielt damit das 23:23 fest. Morgen (17.Uhr) trägt Edvardsson nach seinem Wechsel vor wenigen Wochen im Auswärtsspiel beim HSV allerdings das Bietigheim-Jersey. „Aron hat damals glaube ich über das ganze Spiel hinweg 14 Paraden gehabt. Er hat richtig gut gespielt“, erinnert sich SG-Führungsspieler Jonas Link an die Partie. „Von daher ist es noch besser, ihn jetzt auf unserer Seite zu haben.“ Zudem gibt es ein Wiedersehen mit dem Ex-Bietigheimer Jonas Maier, der im Tausch mit Edvardsson in das Tor der Hamburger wechselte.

Neben der Verpflichtung von Edvardsson war die Vertragsverlängerung von Link die wohl bedeutendste Personalie, die die Bietigheimer in den letzten Wochen verkündeten. Bis 2023 trägt der Rückraumspieler das SG-Trikot – unabhängig davon, in welcher Liga der aktuelle Tabellendritte in der kommenden Saison spielen wird. „Es war für mich eine klare Entscheidung für Bietigheim. Hier passen auch die Faktoren außerhalb vom Sport“, nennt Link seine Beweggründe. Ein gewisses Risiko sieht er dabei durchaus gegeben, wenn er so früh einen langfristigen Vertrag unterschreibt, ohne zu wissen, in welcher Liga sein Team nächstes Jahr an den Start gehen wird. „Aber für mich ist nicht nur die Liga das Entscheidende, sondern auch die Spielanteile“, sagt Link. „Ich hatte es auch schon, dass ich viel auf der Bank gesessen habe und das hat einfach keinen Spaß gemacht.“ In Bietigheim fühle er sich zudem sehr wohl „und das Drumherum passt“, so der gebürtige Friedberger.

2013 begann Link seine Profikarriere beim damaligen Zweitligisten HC Erlangen und feierte dort zwei Mal den Aufstieg in die Bundesliga. Routine sind Aufstiege aber dennoch nicht. „Es gibt dann immer einen großen Grund zu feiern. Die ganze Saison über ist die Spannung hoch, man hat das Gefühl, immer 100 Prozent geben zu müssen, das gefällt mir“, so Link. Zur Saison 2018/19 zog es ihn nach Bietigheim, wo er vergangene Saison den Abstieg in die zweite Liga antreten musste. Bei der SG ist der 27-Jährige in die Rolle des Führungsspielers hineingewachsen. „Ich bin auf einem guten Weg. Das hat sich Stück für Stück gesteigert“, sagt Link, der in der laufenden Saison 103 Treffer für die SG erzielt hat.

Ausschließlich auf herausragende Leistungen von Einzelspielern sei das Team aber mittlerweile nicht mehr angewiesen: „Ich glaube, dass wir inzwischen nicht mehr von einzelnen Spielern abhängig sind, sondern dass, wenn einer einen schlechten Tag erwischt, immer jemand von der Bank kommen und Spiele entscheiden kann“, sagt Link.

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