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Handball-Bundesliga

Kraus macht der SG Mut

Mit Weltmeister verliert Bietigheim bei Melsungen mit 24:31, hält das Handball-Spiel aber lange offen

Sollen die SG zum Klassenverbleib führen : Mimi Kraus (links) und Trainer Hannes Jon Jonsson. Foto: Eibner
Sollen die SG zum Klassenverbleib führen : Mimi Kraus (links) und Trainer Hannes Jon Jonsson. Foto: Eibner

Ludwigsburg. Nach nur einer gemeinsamen Trainingseinheit mit seinem neuem Team stand Handballer Mimi Kraus gleich in der Startaufstellung der SG BBM Bietigheim. Der 35-Jährige gab dem Bundesligist auf Anhieb mehr Durchschlagskraft am gegnerischen Kreis. Doch zu einem Sieg reichte es bei der MT Melsungen gestern trotzdem nicht. Die Bietigheimer machten zu viele leichtsinnige Fehler und unterlagen deshalb am Ende mit 24:31. Zuvor hielten die abstiegsbedrohten Schwaben das Spiel lange offen. Gegen den Tabellensechsten aus Nordhessen waren die Bietigheimer der klare Außenseiter.

„Wir waren dran, dann fehlt eben die Cleverness. Fünf, sechs technische Fehler in der entscheidenden Phase, das bricht einem das Genick“, sagte der Handball-Weltmeister von 2007, der erst am späten Freitagabend seinen Vertrag bei der SG unterschrieben hatte und vom Ligarivalen TVB Stuttgart an die Enz gewechselt ist.

„Er hat genug Erfahrung und wir haben hier sowieso nichts zu verlieren“, begründete SG-Trainer Hannes Jon Jonsson seine Entscheidung, Kraus gleich von Beginn an spielen zu lassen. Für den Isländer Jonsson war es auch erst das zweite Spiel an der Seitenlinie der Bietigheimer. Der 38-Jährige hatte vor zwölf Tagen die Nachfolge des freigestellten Ralf Bader angetreten.

Mehr Risko, mehr Gegenstöße kassiert

Die Bietigheimer gingen von Beginn an mehr Risiko, als zuletzt bei der 15:24-Niederlage gegen Leipzig. Dadurch fielen zwar mehr Tore, die SG fing sich aber auch mehrere Tempogegenstöße ein. Dennoch war die Partie zur Halbzeit beim 16:12 für Melsungen noch nicht entschieden.

Und auch im zweiten Durchgang blieb es spannend. Nach zwei Treffern in Folge durch Patrick Rentschler kam die SG beim 22:19 bis auf drei Tore heran (45.). Mehrfach bot sich danach die Chance, weiter zu verkürzen. Doch Fehlpässe und überhastete Abschlüsse verhinderten es, dass die Gastgeber nochmal in Bedrängnis gerieten. Ganz bis zum Schluss konnte Bietigheim die Spannung nicht hochhalten.

Wichtiges Spiel gegen Ludwigshafen

Erwartet hätte ein Sieg gegen Melsungen ohnehin niemand. Wichtiger wird es für die SG am Sonntag. Dann empfangen die vorletzten aus Bietigheim das Schlusslicht Eulen Ludwigshafen um 13.30 Uhr in der Ege Trans-Arena.

SG: Ebner, Müller; Kraus (6), Rentschler (6), Schäfer (5/3), Claus (2), Link (2), Emanuel (1), Fischer (1), Marcec (1), Asmuth, Rönningen.

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