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Malestein kehrt ins Schwabenland zurück

Ehemalige Bietigheimerin spielt mit Budapest in der Handball-Champions-League gegen die SG BBM

Angela Malestein.Foto: Baumann
Angela Malestein. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. In der Champions League der Handballerinnen beginnt die Rückrunde. Die SG BBM Bietigheim (2:12 Punkte) steht gegen FTC-Rail Cargo Hungaria (4:6) am Sonntag, 14 Uhr, in der Ludwigsburger MHP-Arena vor einem richtungsweisenden Duell.

Mit dem überlegenen 35:24-Hinspielsieg am vergangenen Wochenende sorgte die SG für einen Paukenschlag und hat wieder Chancen auf die Play-off-Runde. Dafür muss das Team um Kim Naidzinavicius mindestens Sechster von acht Mannschaften werden. Ein neuerlicher Erfolg gegen die Ungarinnen würde die Aussichten deutlich verbessern.

Beim FTC – besser bekannt als Ferencváros Budapest – wurde die Heimpleite gegen Bietigheim als Ohrfeige eingeordnet. Wie die drei deutschen Nationalspielerinnen Emily Bölk, Alicia Stolle und Julia Behnke blieb auch Angela Malestein blass. Die holländische Weltmeisterin hatte von 2014 bis 2020 das BBM-Trikot getragen und war bis zu ihrem Wechsel von der Enz an die Donau dienstälteste SG-Spielerin.

In über 120 Bundesligapartien erzielte die Linkshänderin 477 Tore für die SG. Weil wegen des Saisonabbruchs im Frühjahr kein ordentlicher Abschied von den Fans möglich war, bedankte sich Malestein mit einer Videobotschaft „für sechs schöne, aufregende Jahre mit Erfolg. Das war eine geile Zeit!“ Sie bezeichnete Bietigheim als ihre zweite Heimat, die sie vermissen werde, und drückte ihre Hoffnung auf ein Wiedersehen aus: „Vielleicht sehen wir uns irgendwo, irgendwann mal in einer Halle.“ Jetzt kehrt die Rechtsaußen mit ihrem neuen Team ins Schwabenland zurück, Zuschauer sind aber wegen Corona nicht zugelassen.

Das Hinspiel gewann die SG vor allem dank einer enorm beweglichen und aggressiven Abwehr, gegen deren taktische Ausrichtung Ferencváros kein Rezept fand. Genauso will Markus Gaugisch seine Defensive auch morgen sehen. „Wir müssen es schaffen, Druck auf die Rückraumwerferinnen auszuüben und Fehler zu provozieren.“

Der BBM-Coach erwartet eine körperlich intensive Begegnung. „Das wird eine andere Partie als letzte Woche. Die Ungarinnen werden mit großer Wut im Bauch antreten, um sich für die unerwartete Heimniederlage zu revanchieren.“ Bei der SG könnte Amelie Berger ins Team zurückkehren. Neben Kim Braun wird auch Anna Loerper fehlen, die sich wegen eines Coronafalls in ihrem Umfeld in häusliche Quarantäne begeben hat.

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