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Mit den Bildern von 2007 im Kopf geht es in heiße Phase

Andreas Wolff.Foto: Bernd Thissen/dpa
Andreas Wolff. Foto: Bernd Thissen/dpa

Barsinghausen. In emotionaler Hochstimmung traf das Nationalmannschaftsquartett vom THW Kiel nach dem 31:28-Sieg im Bundesliga-Kracher gegen die Rhein-Neckar Löwen beim WM-Lehrgang der deutschen Handball-Auswahl in Barsinghausen ein. „Jetzt habe ich richtig Bock auf die WM“, sagte THW-Kreisläufer Hendrik Pekeler zum Start in die heiße Phase der Vorbereitung auf das Heim-Turnier vom 10. bis 27. Januar. „Ich freue mich wahnsinnig auf die WM. Ich glaube, dass wir als Spieler noch gar nicht begreifen können, was uns da bevorsteht. Natürlich habe ich die Bilder von 2007 im Kopf und natürlich wollen wir das nach Möglichkeit wiederholen.“

Die Welle von 2016 erwischen

Auch Kiels Torwart Andreas Wolff, der im Topduell zwischen dem Rekordmeister und dem Pokalsieger aus Mannheim am Donnerstagabend nur bei einem Siebenmeter zwischen die Pfosten durfte, ist heiß auf die Endrunde. „Wir müssen die Welle, auf der wir 2016 geritten sind, erwischen“, sagte Wolff.

Vor drei Jahren hatte er mit einer Weltklasseleistung erheblichen Anteil am sensationellen EM-Triumph der DHB-Auswahl. In die WM geht der 27-Jährige als Nummer eins und mit großen Vorsätzen. „Ich bin überzeugt, dass wir das Halbfinale erreichen können“, sagte Wolff. „Die Qualität dafür haben wir.“

Vieles wird auf das Zusammenspiel zwischen ihm und seinen Kieler Teamkollegen Pekeler und Patrick Wincek, die gemeinsam mit Finn Lemke den Innenblock in der Abwehr stellen, ankommen. Der 2,10 Meter große Hüne von der MT Melsungen, der bei der EM 2018 zunächst nicht berücksichtigt worden war, meldete sich nach einer kurz vor Weihnachten erlittenen Innenbandzerrung beim 26:24 im Hessen-Derby gegen die HSG Wetzlar rechtzeitig fit und wird definitiv dabei sein.

„Mit Pekeler und Wincek haben wir ein eingespieltes Duo, was für uns einen Vorteil darstellt, den wir nutzen wollen. Und mit Lemke haben wir einen emotionalen Leader auf dem Parkett und einen sehr verständnisvollen Teamplayer außerhalb des Parketts. Das ist eine sehr starke Mischung“, sagte Bundestrainer Christian Prokop und legte sich fest: „Die drei werden das Herzstück unserer Abwehr bilden.“ Bis zum Sonntag wird Prokop mit seinen 18 Auserwählten, von denen er vor dem WM-Auftakt am 10. Januar gegen Korea noch zwei aussortieren muss, am Feinschliff arbeiten. Nach der kurzen Pause über Silvester und Neujahr trifft sich die Mannschaft am 2. Januar in Hamburg zum finalen Lehrgang mit den letzten Test-Länderspielen gegen Tschechien (4. Januar) in Hannover und Argentinien (6. Januar) in Kiel. (dpa)

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