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Interview

Mit SG BBM vor Herkules-Aufgabe

Torsten Nick, der neue Geschäftsführer, spricht im Interview über seine Ziele

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Torsten Nick. Foto: Marco Wolf

Ludwigsburg. Seit dem 10. April haben die Bietigheimer Handballerinnen einen neuen Geschäftsführer. Torsten Nick, als Torwarttrainer bereits Teil des Teams, übernahm die Position. Bastian Spahlinger, zuletzt in einer Doppelrolle, kann sich künftig auf die BBM-Männer konzentrieren. Welche Ziele „Toni“, so der allseits gebräuchliche Name des früheren Oßweiler Zweitligakeepers, mit und für die BBM anstrebt, verrät er im LKZ-Interview.

Herr Nick, wohin führt der Weg der SG-Frauen?

Torsten Nick: Zunächst gilt es, die Früchte der aktuellen Saison zu ernten. Die Meisterschaft ist möglich. Dann müssen wir im Mai mit der Organisation der Endspiele im Europapokal gegen Rostov in der MHP-Arena in Ludwigsburg sowie der Ausrichtung des Final Four im DHB-Pokal in Bietigheim Herkules-Aufgaben bewältigen. Das stellt auch das Organisationsteam vor große Herausforderungen. Wenn diese Events geschafft sind, können wir die strategischen Planungen angehen.

Hatten Sie schon einmal eine ähnliche Aufgabe?

Es gab ein Angebot aus dem Männerbereich, das ich aber aus diversen Gründen ablehnen musste. Als Diplom-Betriebswirt und ehemaliger Profi kenne ich das Geschäft und traue mir zu, den Bereich der BBM-Frauen weiter zu entwickeln.

Bleiben Sie Torwarttrainer?

Zunächst werde ich unseren Trainer Martin Albertsen weiterhin auf der Bank unterstützen. Für das Torwarttraining selbst fehlt künftig wahrscheinlich die Zeit. Wir müssen uns daher auch in diesem Bereich verstärken.

Mit vier Nationaltorhüterinnen haben Sie auf Vereinsebene die weltweit stärkste Besetzung. Wie empfinden Sie dies?

Das war nicht geplant. Aber wegen der Verletzungen von Ann-Cathrin Giegerich und Isabell Roch verpflichteten wir Valentyna Salamakha. Seit die Verletzten zurück sind, haben wir zusammen mit Tess Wester vier Top-Keeperinnen. Alle haben ein tolles Niveau. Das Training mit ihnen ist Freude und Herausforderung zugleich. Da Giegerich und Roch den Verein verlassen, wird sich diese Situation ändern.

Wer wird deutscher Meister?

Unsere Mannschaft hat bisher sensationelle Arbeit abgeliefert und strotzt vor Selbstvertrauen. Die Chance, die erdrückende Dominanz des Serienmeisters Thüringer HC, der sechsmal in Folge vorne lag, zu durchbrechen, ist groß. Den ersten deutschen Meistertitel nach Bietigheim zu holen, ist für alle Motivation pur.