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Handball

Noch muss die SG BBM auf ersten Meistertitel warten

Die Entscheidung über die deutsche Meisterschaft in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen wurde vertagt. Die SG BBM Bietigheim gewann zwar 37:27 gegen die HSG Blomberg-Lippe, doch die von FA Göppingen erhoffte Schützenhilfe gegen den Thüringer HC blieb aus. Nun will die SG am Mittwoch mit einem Sieg in Leverkusen den ersten Titel klar machen.

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Ludwigsburg. Bietigheim-Bissingen. Blomberg war in der Halle am Viadukt chancenlos. Die gut verteidigenden BBM-Damen zwangen die junge Gästemannschaft in der ersten Halbzeit zu zahlreichen Fehlern. Die körperlich unterlegenen Ostwestfälinnen tappten immer wieder in Bietigheims Abwehrfalle.

Bis zur Pause hatte die HSG bereits achtmal den Ball wegen Schrittfehlern verloren. Dazu kamen noch mehrere Fehlpässe und Fehlwürfe. So lag der Spitzenreiter bereits nach 15 Spielminuten mit 10:3 vorne. Rechtsaußen Angela Malestein und die frisch ins Spiel gekommene Kim Naidzinavicius wechselten sich danach beim Tore werfen ab. Das Duo erzielte sieben der acht weiteren Treffer bis zur Pause und sorgte für den 18:9-Halbzeitstand.

Angesichts der deutlichen Führung startete die SG sehr entspannt in die zweite Hälfte. Susann Müller und Angela Malestein ließen klare Chancen liegen. Blomberg nutzte die Gelegenheit und kam auf 18:12 heran. Erst nach einer Auszeit spielte Bietigheim konsequenter, erhöhte innerhalb von sechs Minuten auf 24:14. Der 24. Treffer war ein Leckerbissen. Maura Visser zog dynamisch nach innen, nahm zwei Abwehrspielerinnen mit und spielte die in ihrem Rücken an den Kreis gelaufene Linksaußen Fie Woller mit einem tollen Rückhandpass frei.

Danach versuchte die SG in der Abwehr Kraft zu sparen. Verständlich angesichts der anstehenden schweren Aufgaben mit der Partie in Leverkusen und dem EHF-Cup-Endspiel gegen Rostov Don am Sonntag in Ludwigsburg. Blomberg nutzte Bietigheims Schongang, konnte das Spiel nun dank Kathrin Pichlmeier offenhalten. Die 20-jährige Rückraumspielerin erzielte sechs ihrer acht Treffer in den letzten 20 Minuten. Auf BBM-Seite hielt Mille Hundahl dagegen. Die Dänin kam auf Rechtsaußen in die Partie und markierte in der Schlussviertelstunde sechs Tore. Martin Albertsen war mit dem 37:27-Endstand „sehr, sehr zufrieden. Wir haben unsere Aufgabe erfüllt“.

SG BBM Bietigheim: Wester (1.-40.), Salamakha (41.-50.), Roch (51.-60.); Biltoft (3), Visser (2), Lauenroth (4), Mack (1), N. Müller (2), Smeets, Schulze, Baun Eriksen, Naidzinavicius (5/1), Hundahl (6), Woller (3), S. Müller (4), Malestein (7/3).