Logo

Handball

Plant SG die große Lösung?

Verpflichtung von Iker Romero wäre für Bietigheim ein Coup – Wechsel dennoch unwahrscheinlich

SG-Trainer Hannes Jón Jónsson und Hannovers Co-Trainer Iker Romero beim Bundesligaspiel der beiden Teams im Mai 2019. Foto: Marco Wolf
SG-Trainer Hannes Jón Jónsson und Hannovers Co-Trainer Iker Romero beim Bundesligaspiel der beiden Teams im Mai 2019. Foto: Marco Wolf

Bietigheim-Bissingen. Es wäre ein großer Coup für die SG BBM Bietigheim, sollte sich das Gerücht, das seit dem Wochenende im Raum schwebt, bewahrheiten. Nach dem seit Sonntag feststehenden Abgang des Trainers Hannes Jón Jónsson zum Saisonende soll der ehemalige Weltklasse-Handballer Iker Romero als neuer Cheftrainer des Zweitligisten im Gespräch sein. Bis Saisonende steht der 40-Jährige als Co-Trainer beim Tabellenzwölften der Bundesliga, TSV Hannover-Burgdorf, unter Vertrag.

„Alles ist mehr als super hier für mich“, sagte Romero noch Mitte Januar im Gespräch mit der Hannoversche Allgemeine über seine Situation beim Bundesligisten. Doch bereits damals gab es erste Gerüchte, Romero könne eine Stelle als Cheftrainer ins Auge gefasst haben. „Ich habe keinen Druck“, sagte er weiterhin und betonte, er habe „keine Eile, den Schritt zum Chefcoach zu machen. Aber natürlich bleibt das in meinem Hinterkopf.“

Erst gestern brachte auch der Mannheimer Morgen eine Verpflichtung Romeros durch die Rhein-Neckar-Löwen ins Spiel, verwies jedoch zugleich auf die dünne Quellenlage. Mit einem Angebot des finanzstarken zweifachen deutschen Meisters aus Mannheim um Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer könnte der Bietigheimer Zweitligist sowohl sportlich als auch finanziell nicht mithalten. Derzeit liegt die SG auf dem sechsten Rang in der zweiten Liga.

Starke Jugendarbeit

Für die SG BBM spricht immerhin die Verbindung von Romeros Frau Laura Steinbach – der Tochter des früheren Weltklasse-Schwimmers und Sportfunktionärs Klaus Steinbach – ins Schwäbische. Die frühere Handball-Nationalspielerin ist in Bad Urach aufgewachsen und spielte fünf Jahre für die TuS Metzingen.

Im Umfeld des Hannoveraner Bundesligisten traut man nach Informationen unserer Zeitung dem einstigen Weltklasse-Handballer Romero, der 200 Länderspiele für Spanien absolvierte, den Sprung auf einen Cheftrainerposten durchaus zu. In seiner Doppelfunktion als Co- und A-Jugend-Trainer soll Romero besonders die jungen Spieler sehr gut auf die Spielsysteme bei den Herren vorbereitet haben.

Autor: