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Frauenhandball

Schwabenderby der Titelkandidaten

Die Frauen der SG BBM Bietigheim stehen vor der ersten Bewährungsprobe der Bundesliga-Saison. Die Handballerinnen treten heute um 20 Uhr beim schwäbischen Kontrahenten TuS Metzingen an.

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Soll die Strippen ziehen: Anna Loerper.Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Metzingens Manager Ferenc Rott reicht’s. „Diese Serie sollte jetzt aufhören“, beschwört der ehemalige Fußball-Torwart (u. a. Darmstadt 98), seine TusSies. Die haben die letzten fünf Handball-Duelle gegen die SG BBM Bietigheim verloren – immer nur mit einem Tor Differenz. Heute Abend soll der Bann gebrochen werden. Die „Pink Ladies“ empfangen die SG BBM um 20 Uhr zum Spitzenspiel der Handball-Bundesliga der Frauen in der Metzinger Ösch-Halle.

Titelverteidiger Thüringen, Bietigheim und Metzingen – das sind nach Expertenmeinung die drei großen Meisterschaftsfavoriten. Nach der durchwachsenen Saison 2017/18, in der die TusSies mit Platz fünf ihre Ziele verfehlten, machte Rott Nägel mit Köpfen. Mit André Fuhr wurde ein Toptrainer ins Ermstal gelotst, die ohnehin schon mit vielen Nationalspielerinnen aufwartende Mannschaft weiter verstärkt.

Die ersten Resultate können sich sehen lassen. Den Bundesligaauftakt gewann Metzingen in Neckarsulm souverän 30:24. Am vergangenen Wochenende ließ man HZRK Grude aus Bosnien und Herzegowina in zwei EHF-Pokal-Spielen (43:24/30:24) keine Chance. Dabei wurde Zugang Julia Harsfalvi geschont. Die Ungarin, in Neckarsulm zur Spielerin des Tages gekürt, wird aber gegen die SG wieder dabei sein. Wie auch die früheren SG-Akteurinnen Isabell Roch und Julia Behnke, die neben ihren TuS-Kolleginnen Marlene Zapf, Maren Weigel und Shenia Minevskaja im Aufgebot der Nationalmannschaft für die Spiele gegen Russland stehen.

Bietigheim will seine Erfolgsserie gegen die „Pink Ladies“ fortsetzen. „Aber in Metzingen ist es immer schwer“, warnt SG-Trainer Martin Albertsen. Sein Erfolgsrezept: „Wir gewinnen, wenn unsere Abwehr zeigt, dass sie die beste der Liga ist, und die beiden Torhüterinnen ein starker Rückhalt sind. Wir dürfen die TusSies nicht ins Spiel kommen lassen. Sonst wird aus der Ösch-Halle schnell die von allen Gastmannschaften gefürchtete Ösch-Hölle.“

Verzichten muss Bietigheim weiterhin auf Karola Kudlacz-Gloc. Bei der Champions-League-Qualifikation in Lublin und gegen Leverkusen steckte die SG den Ausfall der Polin gut weg. Neben Kim Naidzinavicius und Maura Visser soll die ehemalige TusSie Anna Loerper an alter Wirkungsstätte die Strippen im BBM-Team ziehen und das von Albertsen geforderte variable Angriffsspiel inszenieren. (joh)