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Schwarzer Samstag für SG BBM

Bietigheimer Handballteams auf verlorenem Posten – Lehren für die Zukunft

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Enttäuschung nach dem Aus im DHB-Pokal-Halbfinale. Foto: Marco Wolf

Ludwigsburg. Den 27. Mai würde man bei der SG BBM Bietigheim am liebsten vergessen. Innerhalb von vier Stunden platzten gleich drei Träume. Um 14.30 Uhr begann das Final Four um den DHB-Pokal der Frauen. Klarer Favorit: Bietigheim. 20 Minuten später stand es gegen Buxtehude 1:9, am Ende schied das BBM-Starensemble mit 22:30 sensationell aus.

Beim Abpfiff des Pokalspiels der Frauen lagen die Bietigheimer Männer in Hüttenberg noch gut im Rennen. Nach einem Fünftore-Rückstand hatte die SG im vorentscheidenden Spiel um den Aufstieg in die 1. Bundesliga zum 20:20 ausgeglichen. Doch im Endspurt hatte die personell geschwächte SG keine Chance, unterlag 25:30.

Eine Stunde später griff 60 Kilometer südlich in Bad Soden die weibliche B-Jugend nach dem deutschen Meistertitel. Beim Final Four standen die BBM-Girls aber beim 13:30 im Halbfinale gegen den HC Leipzig auf verlorenem Posten. Die drei Niederlagen sind zwar bitter, können aber den Eindruck einer grandiosen Saison kaum schmälern. Der erstmalige Vorstoß der weiblichen Jugend ins Final Four steht für einen Aufwärtstrend, in den sich auch die kürzlich in die Bundesliga aufgestiegene männliche A-Jugend einreiht. Der SG-Nachwuchs gewann alle drei Spiele der Aufstiegsrunde (24:21 gegen JSG Leutershausen, 20:15 gegen HC Erlangen, 22:17 gegen HSG Konstanz) und stieg damit in der A-Jugend-Bundesliga auf.

Der Platz der Männer im Spitzenfeld der 2. Bundesliga, die noch bis 10. Juni spielt, ist weit mehr, als der jungen Mannschaft zugetraut wurde. Die Highlights setzten die SG-Frauen. Die „Prinzessinnen“ wurden ungeschlagen deutscher Meister, erreichten das Finale im EHF-Cup und das Final Four im DHB-Pokal.

„Vielleicht war es zu viel für eine neue Mannschaft und einen jungen Verein, gleich die Meisterschaft zu holen und im EHF-Cup im Finale zu stehen. Vielleicht ist diese Niederlage daher auch gesund für den Verein – auf jeden Fall ist sie gesund für uns als Team“, bilanzierte Trainer Martin Albertsen.