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2. Handball-Bundesliga

SG-Auftritt souverän und abgeklärt

Das Hoch der SG BBM hält an. Gegen den Dessau-Roßlauer HV 06 landete Bietigheim einen 30:26-Heimsieg, gewann damit sieben der letzten acht Spiele in der 2. Handball-Bundesliga.

Bietigheims Lenker: Jonas Link (Mitte) im Duell mit zwei Dessauer Gegenspielern.Foto: Baumann
Bietigheims Lenker: Jonas Link (Mitte) im Duell mit zwei Dessauer Gegenspielern. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Bietigheims Dominanz war größer als es die Vier-Tore-Differenz aussagt. Die SG lag nach dem 3:2 durch Dominik Claus ständig vorn. Zur Pause stand es 17:13 und im zweiten Durchgang legte das Viadukt-Team noch eine Schippe drauf. Christian Schäfer, der mit inzwischen 210 Treffern überragende Torjäger der 2. Liga, vergrößerte von Rechtsaußen den Vorsprung auf sieben Treffer (22:15).

Die Gäste aus Sachsen-Anhalt versuchten das Blatt durch die Umstellung auf eine offensive 4:2-Abwehr zu wenden, konnten Bietigheim damit aber nicht beeindrucken. Nach 48 Minuten netzte BBM-Kapitän Jan Asmuth zum 26:18 ein.

„Das Ding ist zuhause“, frohlockte Jochen Zürn. Dabei war es weniger die klare Führung als der souveräne Auftritt seiner Spieler, die den BBM-Sportchef frühzeitig vom Sieg überzeugte. Die SG beherrschte das Geschehen, leistete sich kaum Fehler und durfte sich auf ihre starke 6:0-Abwehr mit dem guten Keeper Aron Rafn Edvardsson verlassen.

„Wir haben in den letzten Wochen etwas den Faden verloren“, bemängelte DHRV-Trainer Uwe Jungandreas. „Heute hat sich die in der Breite größere individuelle Klasse durchgesetzt.“ Das galt auch für seinen Linkshänder Max Emanuel. Der frühere Bietigheimer verlor das Duell der rechten Rückraumspieler gegen Dominik Claus klar. Allein Jörn Persson konnte bei Dessau-Roßlau Akzente setzen. Der 20-jährige Wirbelwind entwischte der SG-Abwehr einige Mal und wurde mit sieben Buden bester Werfer der Gäste. Diese Einschläge konnte die SG locker verkraften und steuerte über 29:22 dem verdienten Sieg entgegen.

„Vor acht Wochen waren wir noch in Abstiegsgefahr, jetzt scheint sogar der vierte Platz möglich“, staunte Zürn über die Entwicklung nach dem Einstieg von Brian Ankersen als Trainer. Der interessiert sich mehr für die Leistung seines Teams als für Tabellenplätze. „Wir haben sieben der letzten acht Spiele gewonnen. Wenn wir uns weiter steigern, kommt die Tabelle von allein“, sagte der Däne und lobte das konsequente Angriffsspiel. Mit dem immer besser in Fahrt kommenden Juan de la Peña und Jonas Link hat er zwei Denker und Lenker, die durch ihre individuellen Fähigkeiten seine Ideen auf dem Feld umsetzen. „Die Mannschaft hat das Konzept mehr und mehr verinnerlicht“, freute sich Ankersen. „Das war von der ersten Minuten an ein sehr überzeugender Auftritt.“

SG BBM: Lehmann, Edvardsson; Vlahovic (1), Rentschler, Claus (4), Oehler, Schäfer (7/3), de la Peña (2), Dahlhaus, Link (3), Asmuth (2), Barthe (2), L. Urban (1), Marcec (3), Fischer (5).

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