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Frauenhandball

SG BBM erteilt Dortmund eine Lehrstunde

Besser hätte die Saison für die Bietigheimer Handballerinnen nicht beginnen können. Die SG BBM hat das Duell um den Supercup beim Meister Borussia Dortmund mit 31:21 (16:13) gewonnen.

Das Team zum Erfolg geführt: Die neue SG-Kapitänin Danick Snelder.Foto: Baumann
Das Team zum Erfolg geführt: Die neue SG-Kapitänin Danick Snelder. Foto: Baumann

Dortmund. Triumphierend reckte die neue Kapitänin Danick Snelder nach den temporeichen 60 Minuten die Trophäe in die Höhe. Der Pokalsieger erteilte dem Meister aus dem Kohlenpott eine bittere Lektion und gewann nach 2017 und 2019 zum dritten Mal den Supercup. Mit dem Sieg hatte das enorm verstärkte Team von Markus Gaugisch geliebäugelt.

Die eigentliche Überraschung war aber Bietigheims Dominanz. Lediglich in der Anfangsphase als die SG einige Fehler machte, die aber dank zweier gehaltener Siebenmeter von Zugang Gabriela Moreschi keinen Schaden anrichteten, waren die Schwarzgelben mit der SG auf Augenhöhe.

Bietigheim bewegelich und aggressiv

Dass Kelly Dulfer nach zehn Minuten beim 5:4 für die erste BBM-Führung sorgte, hatte Symbolcharakter. Die aus Dortmund gekommene Holländerin wurde mit acht Treffern zur besten Werferin der Partie, die mit ihr zusammen vom BVB zur SG gewechselte Inger Smits steuerte fünf „Buden“ bei.

Beim Wechsel führte die SG 16:13. Die von den 500 zugelassenen Fans erhoffte Aufholjagd verhinderte Bietigheims Abwehr. Selten hat man die BBM-Defensive so beweglich und aggressiv gesehen. In den ersten 22 Minuten des zweiten Durchgangs glückten Dortmund nur noch vier Treffer.

Die SG hatte bis dahin schon elfmal eingenetzt und beim Stand von 27:17 für klare Verhältnisse gesorgt. „Das Spiel hatte Champions League-Niveau. Leider fielen uns in der zweiten Hälfte keine Lösungen mehr ein“, haderte BVB-Trainer André Fuhr, „wir haben auch in der Höhe verdient verloren.“ Sein Gegenüber Markus Gaugisch sah im starken Auftritt beim Supercup einen Fingerzeig für die ganze Saison: „Wir haben souverän und gut gespielt, konnten auf allen Positionen ohne Qualitätsverlust wechseln. Wenn wir das in der Liga auch so hinkriegen, sind wir sehr schwer zu schlagen.“

Diesen Eindruck hatte auch Anna Loerper. Die 246-fache Nationalspielerin, die nach der letzten Saison ihre Karriere bei der SG beendete, erhielt vor dem Spiel für ihre Verdienste um den deutschen Frauenhandball den „HBF-Award“. Danach staunte sie über Bietigheims Gala-Auftritt. „Es hat mich überrascht, dass es schon so gut funktioniert hat. Immerhin ist das neuformierte Team noch nicht lange zusammen“

SG BBM: Moreschi; Szikora; Dulfer (8), I.Smits (5/2), X. Smits (5), Naidzinavicius (3/2), Lauenroth (2), Snelder (2), Maidhof (2), Schulze (1), Kudlacz-Gloc (1), Behrend (1), Østergaard (1)

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