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SG BBM erwartet heute sorglosen Derbygegner

Bietigheimer Bundesliga-Handballerinnen sind gegen die „TusSies“ unter Erfolgsdruck – Statistik macht Mut: starke Bilanz gegen Metzingen

Edina Rott. Archivfoto: Baumann
Edina Rott. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Das schwäbische Derby wird zum Spitzenspiel der Frauenhandball-Bundesliga: Heute, 19.30 Uhr, erwartet die SG BBM Bietigheim in der Ludwigsburger MHP-Arena die TuS Metzingen.

Noch tobt an der Spitze ein Vierkampf: Borussia Dortmund (24:0 Punkte) führt vor Meister Bietigheim (21:3), Thüringen und Metzingen (je 18:4). Wer im Derby heute verliert, ist zunächst raus aus dem Titelrennen. Das wäre für die zuletzt schwächelnde SG ein schwerer Schlag als für die „Pink Ladies“ aus der Outlet-City. „Wir haben nichts zu verlieren“, gibt Trainerin Edina Rott ihrem jungen Team mit auf den Weg. Vor der Saison verließ ein Großteil der Leistungsträgerinnen die „TusSies“: Monika Kobylinska und Shenia Minevskaja (beide Brest/FRA) sowie Julia Behnke (Rostov/RUS) wechselten in die Champions League, Nationaltorhüterin Isabell Roch und Kelly Vollebregt zum aktuellen Spitzenreiter Dortmund.

Dafür kamen fast nur Nachwuchskräfte ins Ermstal. „Wir suchten talentierte Spielerinnen, die an sich arbeiten und besser werden wollen“, umreißt Edina Rott Metzingens Konzept. „Dass wir mit dieser Mannschaft schon vorne mitspielen, ist eine erfreuliche Überraschung.“ Die „Pink Ladies“, zu deren Kader mit Delaila Amega (22) und Bo van Wetering (20) zwei holländische Weltmeisterinnen zählen, sind seit Anfang November ungeschlagen, feierten zuletzt acht Siege in Serie. Was der SG nicht glückte, schafften die „TusSies“: Zum vierten Mal in Folge qualifizierte sich Metzingen für das Final4 des Pokalwettbewerbes.

Rott, die früher für Ungarn auf Torjagd ging, sieht ihr Team heute nur als Außenseiter. „Wir wollen den Meister möglichst lange ärgern. Auch wenn Bietigheim zuletzt nicht so gut war, so ist es doch eine Mannschaft mit überragenden Spielerinnen.“

BBM-Trainer Martin Albertsen hofft, dass sein Team diese Klasse heute auch zeigt. „Wir müssen gewinnen, um an Dortmund dranzubleiben.“ Die Statistik macht Mut: Die letzten acht Pflichtspiel-Duelle mit den „TusSies“ hat die SG allesamt gewonnen. Für Spannung war aber stets gesorgt, denn fünfmal siegte die SG mit nur einem Tor Differenz. Beim letzten Metzinger Derbysieg spielte im Januar 2016 eine Akteurin die Hauptrolle, die jetzt für Bietigheim am Ball ist: 17 Treffer steuerte Anna Loerper zum 30:28-Sieg des TuS.