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2. Handball-Bundesliga

SG BBM freut sich auf die Viadukthalle

Die Männer der SG BBM Bietigheim kehren nach über zwei Jahren zurück in die Viadukthalle. Im Duell mit dem TuS Ferndorf freut sich der Handball-Zweitligist auf ein volles Haus. Nicht alle bei der SG haben schöne Erinnerungen an die alte Halle.

Da werden Erinnerungen wach: 2013 schlägt die SG den ThSV Eisenach in der Viadukthalle. Hannes Jón Jónsson (rechts) zieht zum Tor, Christian Schäfer versucht, ihn zu stoppen. Foto: Baumann
Da werden Erinnerungen wach: 2013 schlägt die SG den ThSV Eisenach in der Viadukthalle. Hannes Jón Jónsson (rechts) zieht zum Tor, Christian Schäfer versucht, ihn zu stoppen. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Auch Hannes Jón Jónsson kam in der Viadukthalle schon an seine Grenzen. Der heutige Trainer des Handball-Zweitligisten SG BBM Bietigheim trat dort am 30. März 2013 mit seinem damaligen Verein ThSV Eisenach als Spieler gegen die SG an. Das Spitzenteam Eisenach unterlag den Bietigheimern im damaligen Zweitliga-Duell mit 22:28.

Nachfrage nach Retrospiel

„Es war immer schwierig, hier in dieser Halle zu spielen“, blickt Jónnson zurück. Ebenfalls auf dem Parkett standen damals wie heute Patrick Rentschler und Christian Schäfer. An der Seitenlinie stand als SG-Trainer der heutige Sportdirektor Jochen Zürn. Klar, dass er sich auf die heutige Partie um 19.30 Uhr in der Viadukthalle gegen den TuS Ferndorf besonders freut: „Die Halle war oft voll, deshalb wird da auch bei mir viel aus der Vergangenheit hochkommen.“

Zuletzt spielten die Männer der SG am 23. April 2017 gegen die SG Leutershausen in der Viadukthalle und siegten mit 25:24. „Die Nachfrage von unseren Zuschauern war einfach da. Von denen, die diese Spiele miterlebt haben. Jetzt wollen wir diesen Mythos aufleben lassen“, erklärt SG-Geschäftsführer Bastian Spahlinger die Rückkehr in die alte Spielstätte. „Das ist in der zweiten Liga möglich, in der ersten nicht.“ Mit 1300 Zuschauern erwartet die SG ein ausverkauftes Haus zu der als „Retrospiel“ vermarkteten Partie.

Normalerweise laufen die Bietigheimer bei ihren Heimspielen in der Eishalle Ege Trans-Arena auf, die bei voller Besetzung 4517 Zuschauer fasst. Dass die Bietigheim Steelers heute Abend um 20 Uhr ebenfalls ein Heimspiel haben und die Ege Trans-Arena somit nicht frei ist, hätte nichts mit den Plänen eines Retrospiels zu tun, erklärt Spahlinger.

Für den Umzug in die in den Jahren 1956/57 errichtete Sporthalle müssen die Bietigheimer die LED-Sponsorenumlaufbande transportieren und extra einen VIP-Raum einrichten. Der Aufwand soll mit einem Sieg gegen den Tabellenfünfzehnten Ferndorf belohnt werden. Das Team aus dem Teilort von Kreuztal in Nordrhein-Westfalen hat in der vergangenen Saison den achten Platz erreicht, seine historisch beste Platzierung. Die aktuelle Saison verläuft nicht ganz so positiv, mit 10:18 Punkten steht das Team von Trainer Michael Lerscht auf Rang 15 gefährlich nahe an der roten Zone, nur einen Punkt von einem Abstiegsplatz entfernt. Es ist eher eine Ergebniskrise, die die Westfalen in den letzten Wochen in den Tabellenkeller abrutschen ließ. Trotz couragierter Auftritte konnte das Team aus den letzten sieben Begegnungen nur zwei Unentschieden holen. Bei knappen Niederlagen wie auswärts zuletzt in Gummersbach und Dresden mit nur einem Tor Differenz fehlte hier und da nur das berühmte Quäntchen Glück.

„Es ist gut, dass wir nach der Niederlage in Dormagen so schnell wieder ein Spiel haben“, sagt Jónsson. So habe die Mannschaft wenig Zeit über die verpassten Chancen zu grübeln.

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