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SG BBM hat den Titel vor Augen

Handballerinnen wären mit Sieg am Samstag gegen Göppingen wohl Meister

Bietigheim-Bissingen. Noch ein Sieg bis zum Titel: Die Bietigheimer Handballerinnen stehen kurz vor dem Gewinn der deutschen Meisterschaft. Mit dem 37:24-Sieg bei Union Halle-Neustadt behauptete die SG BBM die Bundesliga-Tabellenführung vor dem punktgleichen Thüringer HC.

Bietigheim geht mit einem Plus von 30 Toren ins abschließende Spiel gegen Göppingen am Samstag, 18 Uhr, in der Ludwigsburger MHP-Arena. Einen Sieg vorausgesetzt, sollte das Torpolster für den Titel reichen. Eine Garantie dafür gibt es nicht. Thüringen präsentierte sich beim Tabellendritten Metzingen bärenstark. Der 36:26-Sieg zeigt, dass der THC, der zum Abschluss Bad Wildungen erwartet, noch längst nicht aufgegeben hat.

Der SG-Erfolg in Halle fiel deutlich aus, es hätten aber ein paar Treffer mehr sein können. Angesichts der Bedeutung des Torverhältnisses konnte man mit der Chancenverwertung nicht zufrieden sein. Insgesamt 18 freie Würfe brachten die Außen und Kreisläuferinnen des Viadukt-Teams nicht im Union-Tor unter.

Gutes Konterspiel der SG

Bietigheim ging dank guten Konterspiels zwar schnell 4:0 in Führung, doch im Positionsspiel fehlten die Ideen. Der Spitzenreiter agierte zu statisch. Die als Absteiger feststehenden „Wildcats“ nutzten die BBM-Probleme zum 5:5-Ausgleich und hielten die Partie bis zum 9:8 offen.

Mit der Einwechslung von Anna Loerper kam mehr Leben ins BBM-Spiel. Die 246-fache Nationalspielerin kurbelte die Angriffsaktionen an. Halles Abwehr wusste sich oft nur durch siebenmeterreife Fouls zu helfen. Insgesamt elfmal deuteten die Referees auf den Punkt, zehn der Strafwürfe verwandelte Loerper.

Innerhalb von zwölf Minuten wurde aus dem knappen 9:8 ein deutlicher 17:9-Vorsprung, zu dem auch Valentyna Salamakha mit guten Paraden beitrug. Zu Beginn der zweiten Hälfte baute Bietigheim den 17:11-Pausenstand mit einem Fünferpack auf 22:11 aus. Danach ließ aber die BBM-Defensive die Zügel etwas schleifen.

In der Schlussphase verordnete Halles Trainerin Tanja Logvin zwei Bietigheimerinnen eine Manndeckung. Offen blieb, ob dies als Test oder Verwirrspiel fürs Pokal-Halbfinale gedacht war, in dem die „Wildcats“ am 25. Mai erneut auf die SG treffen. Luisa Schulze, die während ihrer Leipziger Zeit mit einem Zweitspielrecht auch für Halle-Neustadt am Ball war, hakte die Partie schnell ab und nahm die nächste Begegnung in den Fokus: „Da wollen wir den Meistertitel klar machen!“

SG BBM: Eckerle, Salamakha; Lauenroth (4), Hoekstra, Loerper (12/10), Visser (1), Rozemalen, van der Heijden (5), Schulze (3), Naidzinavicius (3), Ivancok, Woller (4), Malestein (4), Braun (1), Kudlacz-Gloc. (joh)