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Frauen-Handball

SG BBM sorgt sich um Kreisläuferin Luisa Schulze

Während sich die SG BBM Bietigheim den zweiten Platz in der Frauen-Handball-Bundesliga mit einem 34:19-Erfolg gesichert hat, feierte Borussia Dortmund den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Verletzt vom Feld gegangen: Bietigheims Luisa Schulze.Archivfoto: Baumann
Verletzt vom Feld gegangen: Bietigheims Luisa Schulze. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Mit 34:19 siegte die SG BBM Bietigheim beim 1. FSV Mainz 05. Da Blomberg überraschend in Bad Wildungen 28:33 verlor, ist den Viadukt-Handballerinnen der zweite Platz in der Bundesliga nicht mehr zu nehmen. Meister wurde Borussia Dortmund.

Die Marschroute des Mainzer Trainers Florian Bauer lautete: „Im Angriff konservativ spielen, in der Abwehr innovativ und nicht mit mehr als 15 Toren Differenz verlieren“. Die als Absteiger feststehenden Null-Fünferinnen beherzigten beides, legten sich zudem besonders ins Zeug, da sie gegen die SG ihr letztes Bundesliga-Heimspiel absolvierten.

Manndeckung statt Innovation

Die innovative Abwehr entpuppte sich zunächst als Manndeckung über das ganze Feld. Bietigheim war darauf vorbereitet, kam in der Anfangsphase zu vielen Chancen – aber nur zu wenigen Toren. Gleich fünf „Hundertprozentige“ ließen Trine Østergaard, Antje Lauenroth & Co. in den ersten Minuten liegen.

Nach einer Viertelstunde nahm die Partie aber den erwarteten Verlauf. Die SG setzte sich ab und kam über die 16:9-Pausenführung zum ungefährdeten 34:19-Erfolg. Die Differenz von nur 15 Toren entsprach den Vorgaben von FSV-Coach Bauer, die „konservative“ Offensive sorgte für langatmige Mainzer Angriffe und Bietigheimer Schrecksekunden. Da die „Dynamites“ nur selten Lücken in der BBM-Abwehr fanden, versuchten sie es oft mit dem Kopf durch die Wand und rannten in SG-Spielerinnen hinein. Leidtragende waren unter anderem Kim Naidzinavicius und Danick Snelder, die nach heftigen Körperkontakten auf die Bank mussten.

Verletzte Spielerinnen waren genau das, was Markus Gaugisch vermeiden wollte, immerhin steht am Wochenende das Final Four in Stuttgart an, bei dem sein Team erstmals Pokalsieger werden will.

Da Snelder und Naidzinavicius nach längeren Behandlungspausen aufs Feld zurückkehrten, durfte der SG-Trainer aufatmen. Sorgen macht aber Luisa Schulze, die sich im Training am Knie verletzte, in Mainz fehlte und eventuell länger ausfällt.

SG BBM: Salamakha, Keller; Berger (4), Lauenroth (5), Loerper (1), Kudlacz-Gloc (3), Naidzinavicius (5/2), Patorra (1), Reimer (2), Smits (3), Snelder, Østergaard (3), Maidhof (7/2)

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