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Handball

SG BBM spielt weiter Königsklasse

Die SG BBM Bietigheim wird die Gruppenphase der Frauen-Champions League nach der 25:33-Heimniederlage gegen Metz Handball auf dem letzten Platz beenden – und kommt dennoch weiter.

Champions League in der MHP-Arena: Die Bietigheimerin Xenia Smits prüft Torfrau Dinah Eckerle von Metz Handball.Foto: Baumann
Champions League in der MHP-Arena: Die Bietigheimerin Xenia Smits prüft Torfrau Dinah Eckerle von Metz Handball. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Bereits vor dem Anpfiff wurde bekannt, dass die ausstehenden Spiele der SG in Kristiansand und Bukarest wegen Terminproblemen nicht nachgeholt werden. Das letzte Gruppenspiel bestreiten die Bietigheimerinnen am kommenden Sonntag in Esbjerg. Den letzten Platz kann die SG nicht mehr verlassen. Dennoch bleibt das Viadukt-Team in der Champions League im Rennen. Weil mehrere Teams wegen Corona mit Spielen in Rückstand sind, kann die Vorrunde nicht ordnungsgemäß abgeschlossen werden. Für diesen Fall hat Michael Wiederer, der Präsident der Europäischen Handball Federation, angekündigt, dass alle Mannschaften weiterkommen und im Achtelfinale eine K.o.-Runde spielen.

Nach aktuellen Stand würde die SG BBM Bietigheim zweimal gegen Titelverteidiger Györ oder ZSKA Moskau spielen, die in der Parallelgruppe Platz eins unter sich ausmachen.

Xenia Smits feiert starkes Comeback

„Wenn das so kommt, werden wir in beiden Spielen Gas geben“, verspricht Xenia Smits, die gegen Metz nach einer Corona-Infektion ihr Comeback feierte. Ihre Rückkehr wirkte sich in der Abwehr positiv aus. Bietigheims Defensive war bestens auf die laut BBM-Trainer Markus Gaugisch „mit chirurgischer Präzision ausgeführten Aktionen“ der Lothringerinnen eingestellt. Durch die erfolgreiche Defensivarbeit agierte die SG trotz einer zu hohen Fehlerquote im Angriff lange auf Augenhöhe.

In den letzten vier Minuten des ersten Durchgangs entglitt Bietigheim aber das Spiel. Metz erhöhte von 13:12 auf 16:12 und baute den Vorsprung nach dem Wechsel sukzessive aus: Über 22:15 und 26:18 steuerten die „Drachen“ einen klaren Sieg an. Daran konnte auch Kim Naidzinavicius nichts ändern, die erneut zweistellig traf. Gaugisch lobte seine Kapitänin: „Kim hat zuletzt richtig geschrubbt und dank intensiven Wurftrainings ihre Torgefährlichkeit wieder gefunden.“

Die SG hatte wegen der Personalprobleme kaum Wechselmöglichkeiten, auf der Gegenseite konnte Metz aus dem Vollen schöpfen. Emmanuel Mayonnade, in seinem Zweitjob Trainer des Weltmeisters Niederlande, wechselte ohne jeden Qualitätsverlust munter durch. Alle 14 Feldspielerinnen der Gäste trugen sich in die Torschützenliste ein. Da konnte die SG nicht mithalten: Nur sechs der lediglich zehn zur Verfügung stehenden Akteurinnen trafen.

Ein Pluspunkt der Gäste war auch Dinah Eckerle. Die via Ungarn von der SG nach Metz gewechselte Torhüterin gewann das Duell mit ihrer Nachfolgerin Emily Sando und lobte beide Teams: „Bietigheim war kämpferisch sehr stark, wir haben richtig klug gespielt.“

SG BBM: Sando, Salamakha; Berger (5), Lauenroth (4), Loerper, Naidzinavicius (10/4), Patorra, Reimer, Smits (2), Snelder (2), Maidhof (2), Braun

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