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Pokal

SG BBM startet zum vierten Titelversuch im Handball-Pokal

Gas geben in der Porsche Arena! Beim Final Four in Stuttgart wird am Wochenende der deutsche Pokalsieger im Frauenhandball ermittelt. Favorit ist die SG BBM Bietigheim.

Objekt der Begierde: Der DHB-Pokal der Frauen. Foto: Baumann
Objekt der Begierde: Der DHB-Pokal der Frauen. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Den seit 1975 ausgespielten deutschen Handball-Pokal der Frauen haben bisher 14 Clubs gewonnen – keiner davon aus Baden-Württemberg. Die SG BBM Bietigheim will den Bann brechen. Genau wie 2017. Damals wurde SG als erste Mannschaft aus dem „Ländle“ deutscher Meister. Und erlebte eine Woche später eine große Pokalenttäuschung. Das Viadukt-Team, das zuvor die Saison dominiert und mit 52:0 Punkten abgeschlossen hatte, verlor das Pokal-Halbfinale gegen den BuxtehuderSV sensationell mit 22:30.

Bereits nach wenigen Minuten lag die Mannschaft um die ehemaligen BBM-Akteurinnen Susann Müller, Tess Wester und Angela Malestein trotz Heimvorteils in der EgeTrans Arena 1:9 zurück. Einer der Gründe: Zwischen Meisterfeier und Pokalendrunde hatten einige Spielerinnen einen Ibizia-Kurztrip eingeschoben. Das führte mannschaftsintern zu Problemen.

Auch in den Folgejahren erfüllte sich der Traum vom Pokalsieg nicht. Zweimal verspielte Bietigheim im Endspiel eine Führung. Gegen den VfL Oldenburg lag die SG 16:12 vorne, kassierte aber in der Schlussminute den entscheidenden Treffer zum 28:29. Im Duell mit dem Thüringer HC stand es 2019 nach 50 Minuten 23:20 für die Enzstädterinnen.

Stuttgart wieder Austragungsort

Danach glückte der SG kein Tor mehr. Der THC glich zunächst aus und bejubelte in letzter Sekunde auch das 24:23 durch Emily Bölk. Im letzten Jahr fiel das FinalFour wegen Corona aus, Bietigheim wäre aber nach einer Viertelfinalniederlage gegen Dortmund ohnehin nicht dabei gewesen.

Am Wochenende soll es im vierten Anlauf klappen. In Stuttgart, seit 2018 Austragungsort, ist die SG einmal mehr Favorit. Meister Dortmund schied im Achtelfinale aus, dafür mischen mit Bietigheim, Blomberg-Lippe und Metzingen die Nummern zwei, drei und vier der Bundesligatabelle mit. Das Viererfeld komplettieren die Handball-Luchse aus Buchholz-Rosengarten. Im ersten Halbfinale stehen sich am Samstag, 12 Uhr, die HSG Blomberg-Lippe und HL Buchholz 08-Rosengarten gegenüber. Danach folgt um 14.30 Uhr das schwäbische Duell zwischen der SG BBM und dem TuS Metzingen. Edina Rott, die Trainerin der „Pink Ladies“ , schiebt Bietigheim die Favoritenrolle zu, erinnert aber an die Gesetze des Pokals: „Ein Spiel kann alles entscheiden!“.

Zuschauer sind in der Porsche Arena nicht zugelassen. Aber alle drei Spiele sind live im Free-TV zu sehen. Sport1 überträgt neben den beiden Halbfinalpartien am Samstag auch das Endspiel am Sonntag, 17.15 Uhr.

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